Herren Playoffs

Herren weiter im Aufstiegsrennen

Für die Herren des PSV 90 Dessau ging es am Wochenende in die langersehnte Playoffs-Phase. Als Zweitplatzierter der Regionalliga Ost trafen die Black Wolves dabei auf den Tabellendritten, die TSG Füchse I. Am nächsten Tag wartete dann entweder das Spiel um Platz 3 oder das Finale auf die Aufstiegsaspiranten aus Dessau. Aber besonders das Halbfinale gegen die Füchse in der Sporthalle Kochstedt wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.

Herren drehen Spiel gegen Füchse in den letzten 15 Minuten

In der abgelaufenen Saison konnten in zwei regulären Ligaspielen jeweils einmal die Black Wolves und einmal die Füchse ein Spiel für sich entscheiden. Im Playoffs Halbfinale war somit ein enges Match zu erwarten. Zu Beginn fanden die Dessauer besser in die Partie, jedoch ließ gerade die Chancenverwertung im ersten Drittel zu wünschen übrig. So nutzten die Füchse ihre Chancen deutlich effektiver und führten nach 20 Minuten mit 0:2.

Im zweiten Spielabschnitt schafften die Dessauer, jeweils in Überzahl, zwei Tore zu erzielen. Doch die Füchse schlugen zurück und konterten die Dessauer eiskalt aus. Nach einem spielerisch enttäuschenden Drittel der Black Wolves bauten die Gäste aus dem Harz ihren Vorsprung auf 2:5 aus.

Vor dem abschließenden Drittel schwor sich das Dessauer Team nochmal ein und glaubte weiterhin an den so wichtigen Sieg für die ganze Abteilung des PSV. Als die Füchse dann binnen zwei Minuten durch einen Doppelpack auf 2:7 erhöhten, glaubte in der Halle niemand mehr an einen Sieg. Zu diesem Zeitpunkt half den Black Wolves folglich nur noch ein Floorball Wunder.

Drei Minuten nach dem siebten Treffer der Gäste keimte ein wenig Hoffnung, da die Dessauer auf auf 3:7 verkürzten. Nach einer Zeitstrafe, welche gegen beide Teams ausgesprochen wurde, ergab sich viel Platz auf dem Parkett. Diesen Raum wussten die schnellen Wölfe für sich zu nutzen und erzielten während des Vier gegen Vier zwei weitere Tore. Somit lag man nur noch mit zwei Toren zurück. Durch ein weiteres Tor für die Füchse setzte es den nächsten Nackenschlag in der heimischen Halle. Doch auch von diesem erholte sich das Team schnell und stellte fünf Sekunden nach dem Wiederanpfiff wieder den alten Abstand her. Es folgten unnötige Strafen und die Black Wolves musste circa vier Minuten in Unterzahl agieren. Davon mussten sogar zwei in doppelter Unterzahl absolviert werden. Mit viel Kampf überstand man selbst diese Phase ohne weiteres Gegentor. Ein weiterer Treffer hätte den Wölfen hier sicherlich den Zahn gezogen.

Dennoch lief die Zeit unbeirrt gegen die Dessauer, denn es waren nicht einmal mehr als fünf Minuten zu spielen. Die Moral der Dessauer wuchs in schier Unermeßliche und innerhalb von 33 Sekunden erzielte man den wichtigen Ausgleich zum 8:8. Innerhalb von nur zehn Minuten stellten die junge Mannschaft der Black Wolves von einem 2:7 auf Remis. Als in der Schlussphase dann die Füchse eine Strafe zugesprochen bekommen, lag die Sensation in der Luft. Und diese sollte 45 Sekunden vor dem Abpfiff durch einen mustergültig vorgetragenen Konter auch folgen. Die letzten Momente der Partie wurden gekonnt über die Zeit gebracht und so blieb es beim sprichwörtlich sensationellen Endstand von 9:8. Mit dem ertönen der Sirene fielen sich alle Teile der Mannschaft in die Arme und feierten zusammen ein bereits verloren geglaubtes Spiel. Solch ein Krimi im bisher wichtigsten Spiel der Saison führte auch auf der Tribüne zu großen Jubelstürmen und einem wahrscheinlich unvergesslichen Ereignis.

Vize-Abteilungsleiter Sascha Marquardt fehlen die Worte:

Der Wahnsinn trägt heute auf jeden Fall unseren Namen. Wir haben nicht schlecht begonnen, aber keinen Ball hinter die Linie gebracht. Der Knoten ist dann erst in den letzten 15 Minuten geplatzt. Den Sieg verdanken wir einer unglaublichen Moral mit einem Quäntchen Glück. Wir haben unsere Chance genutzt und sind damit weiter im Aufstiegsrennen.

Black Wolves unterliegen dem amtierenden Meister

Nach dem nervenaufreibenden Samstag folgte am Sonntag das Playoff-Finale gegen die Red Devils Wernigerode U23. Das Nachwuchsteam der Devils will nicht aufsteigen und somit hat das Spiel keine Relevanz für den Aufstiegsweg der Black Wolves. Trotzdem wollte man das Finale unbedingt gewinnen und sich die Goldmedaille um den Hals hängen lassen. Leider wurde der Start komplett verschlafen und nach nicht einmal vier Minuten lagen die Dessauer mit 0:2 zurück. Durch einen verwandelten Penalty konnten die Black Wolves im Laufe des ersten Abschnitts auf 1:2 verkürzen. Im zweiten Drittel passierte auf beiden Seiten nicht viel, so dass lediglich ein Tor auf Seiten der Red Devils Wernigerode fiel.

In der letzten Viertelstunde wollten die Dessauer nochmals ihre Charakterstärke unter Beweis stellen. Mit dem Anschlusstreffer belohnte sich die Mannschaft selbst, aber Wernigerode gab nicht nach und stellte den alten Abstand wieder her. Bei den Black Wolves war allerdings kein Aufgeben zu verspüren und in Überzahl erzielte man den erneuten Anschlusstreffer. Doch auch nach dem wiederholten Aufbäumen schafften die Devils ihre Führung weiter auszubauen. Die Black Wolves versuchten mit einem zusätzlichen Feldspieler das Finale noch zu drehen, was aber unter dem Strich keinen Erfolg hatte. Wernigerode erzielte noch das letzte Tor des Finals und somit gewannen die Red Devils Wernigerode U23 wie bereits im letzten Jahr die Regionalliga Ost. Der PSV 90 Dessau belegt Platz zwei und hat somit die beste Ausgangssituation für die Qualifikationsspiele zur 2. Bundesliga gegen die Berliner Teams.

Vize-Abteilungsleiter Sascha Marquardt zum Finale:

Wir wollten das Finale natürlich gerne gewinnen. Aber es hat nach dem schweren Halbfinale nicht zu mehr gereicht. Wir gratulieren den Red Devils Wernigerode zur Titelverteidigung und hoffen trotzdem, dass wir uns im nächsten Jahr nicht erneut in der Liga begegnen, denn wir wollen weiterhin unser Ziel – Aufstieg in die 2. Bundesliga – erreichen.

Berichte

Eine Unterhaltung beginnen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.