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Floorball Auswärtsspiel in Dresden

Sensation geschafft oder verpasst?

Die Floorballer des PSV 90 Dessau konnten die Partie gegen Unihockey Igels Dresden am vergangenen Sonntag lange offen halten. Am Ende verlor man das Spiel nach einem harten Kampf und einer wahren Energieleistung gegen den Tabellenersten der 2. Floorball Bundesliga Ost dennoch denkbar knapp mit 8:6. Ob der Achtungserfolg gegen die Sachsen nach der deutlichen Niederlage gegen den SCS Berlin in der Vorwoche zudem als Sensation betitelt werden kann, bleibt am Ende jedem selbst überlassen.

Führung nach dem ersten Drittel

Vom Anpfiff weg sind die Black Wolves gut in die Partie gestartet. Durch den eigenen ruhigen Spielaufbau und einer kompakt stehenden Defensive nahm man dem Gegner die Stärken und baute sein eigenes Selbstvertrauen wieder auf. Es entwickelte sich somit ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Black Wolves insbesondere durch gefährliche Nadelstiche zu überzeugen wussten. Carlo Evan Gentzsch glänzte im ersten Drittel mit einer super Leistung und zwei Toren zum vorläufigen 0:2. Erst ab diesem Zeitpunkt kamen die Unihockey Igels besser ins Spiel und die schnellen und gefährlichen Kombinationen nahmen zahlenmäßig zu. In Folge fiel der Anschlusstreffer zum 1:2 noch vor dem ersten Pausenpfiff.

Offensiventlastungen nehmen stetig ab

Das zweite Drittel war dann deutlich tor- und ereignisreicher. Nach jeweils einer Zeitstrafe für beide Teams konnten die Wölfe im 4 gegen 4 und in Unterzahl den Vorsprung kurzfristig durch Lenny Merten und Kapitän Justin Düben auf 1:4 ausbauen. Es folgte jeweils eine weitere Zeitstrafe für jedes Team, welche der Gegner dann prompt bestrafte. Nach dem zwischenzeitlichen 2:5 folgte ein leichter Bruch im Spiel der Black Wolves. Die Konter der Dessauer wurden nun von Zeit zu Zeit immer weniger und Dresden schaffte es immer öfter sich in der Hälfte der Wölfe festzusetzen. Mit drei Toren in Folge, letzteres davon kurz vor dem Ertönen der Sirene, gelang den Sachsen sogar noch im zweiten Abschnitt der Ausgleich zum 5:5.

Dresden mit besserem Endspurt

Das abschließende Drittel war an Spannung und Dramatik wieder kaum zu überbieten. Zunächst gingen die Unihockey Igels erstmals in dieser Partie in Führung. Spätestens jetzt erwartete man den bis dato ausgebliebenen Sturmlauf der Igels. Doch das Spiel nahm erneut eine überraschende Wendung. Auf Vorlage von Luc Gentzsch vollendete Bruder Loris Gentzsch zum 6:6. Die Kräfte der verletzungsgeplagten Dessauer Mannschaft ließen nun von Minute zu Minute weiter nach. Dresden erhöhte nochmals den Druck und konnte wieder in Führung gehen. Mit einem weiteren Treffer zum 8:6, welcher in der 58. Spielminute fiel, schien die Partie endgültig entschieden. Doch zwei Zeitstrafen gegen Dresden bescherte den Black Wolves nochmals ein doppeltes Überzahlspiel.

Dies blieb leider ohne Erfolgserlebnis, so dass es beim Endstand von 8:6 verbleibt. Trotz der Niederlage hingen bei den Wölfen die Köpfe nicht lang nach unten, da man für die weiteren Rückrundenspiele auf eine tolle Mannschaftsleistung aufbauen kann. Die Dessauer bleiben auch nach diesem Spieltag weiterhin mit acht Punkten auf dem vierten Tabellenplatz.

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