U17 DM

Black Wolves schreiben Geschichte – Teil 2

Auch am Sonntag stand wieder das erste Spiel um 9:00 Uhr auf dem Programm – Halbfinale gegen den TSV Tollwut Ebersgöns. Die Erfahrungen mit Ebersgöns waren bis jetzt noch nicht erfolgreich für die Dessauer. Mit drei Niederlagen aus drei Spielen sollte diese Bilanz endlich verbessert werden.

Niederlagenserie gebrochen

Das Spiel begann sehr fokussiert von beiden Teams. Man merkte, dass niemand in das offene Messer laufen wollte. In der sechsten und siebten Minute konnten die Black Wolves die erste Führung erspielen – 2:0 der Zwischenstand. Auch sonst hatte die Dessauer das Spiel unter Kontrolle. Als die Dessauer jedoch nach einem Foul in Unterzahl waren, gelang den Ebersgönsern der Anschlusstreffer zum 2:1. Doch nur wenige Sekunden vor der Pause wurde der alte Abstand mit dem 3:1 wiederhergestellt.

U17 DMIn der zweiten Halbzeit mussten die Dessauer auch zunächst wieder eine Unterzahl überstehen. Aber auch dieses mal nutzte der TSV die Chance und verkürzte auf 3:2. Wieder vollzählig konnten die Black Wolves ihre Führung auf 5:2 ausbauen. Ebersgöns gab sich aber noch nicht geschlagen und erzielte ebenfalls zwei weitere Tore. Das weitere fiel zum dritten mal in Unterzahl. In der entscheidenden Phase gingen die Black Wolves mit 6:4 in Führung. Als nun Ebersgöns auch noch ihren Tormann herausnahm um einen Feldspieler mehr auf dem Feld zu haben nutze man diese Möglichkeit um das entscheidende Tor zu erzielen. Dies gelang in der letzten Minute. Zum Abschluss gelang den Dessauern sogar noch das 8:4 und in der Halle ertönte laute Rufe “FINALE”. Somit stand der PSV 90 Dessau erstmals in einem Finale einer Deutschen Meisterschaft.

Finale gegen des Gastgeber und Titelverteidiger TV Schriesheim

Um 15:15 Uhr stand das Finale der Deutschen Meisterschaft an. Neben dem PSV 90 Dessau hat sich mit dem TV Schriesheim auch der erste aus Gruppe B erfolgreich für das Finale qualifiziert. Im zweiten Halbfinale setzte sich der Gastgeber knapp mit 9:7 gegen Kaufering durch und standen somit vor heimischer Kulisse im Finale. Diesen Vorteil nutzen Sie erstmals nach 47 Sekunden zur 0:1 Führung. Allgemein kam der PSV 90 Dessau schlecht in das Spiel. Von außen merkte man, dass die Nervosität bei vielen Spielern vorhanden war. In der fünfte Minute legte Schriesheim nach zum 0:2. Doch die Black Wolves wurden jetzt tapferer und fanden immer mehr ins Spiel. So gelang ihnen in der sechsten und siebten Minute mit zwei Toren der Ausgleich. Von nun an waren beide Teams lei  stungstechnisch auf dem gleichen Stand. Kurz vor der Pause gelang Schriesheim die erneute Führung welche exakt 31 Sekunden bestand hatte. Mit 3:3 endete die erste Halbzeit.

Trainer Sascha Marquardt gratulierte seinen Jungs in Pause zur gelungenen Aufholjagd. Von der Ansprache motiviert bis unter die Haarspitzen konnte der PSV 90 Dessau binnen zwei Minuten nicht nur in Führung gehen sondern diese sogar auf 5:3 ausbauen. Schriesheim gab aber auch nicht auf und verkürzte auf 5:4. Das jetzt in den fast noch offenen 15 Minuten kein Tor mehr auf Kleinfeld fallen sollte lag vor allem an der Ausgeglichenheit beider Mannschaften. Zum Schluss warfen die Schriesheimer alles nach vorn und nahmen sogar ihren Torhüter heraus. Ihr letzter Torschuss verfehlte das Tor der Dessauer und es waren nur noch drei Sekunden auf der Uhr und Ballbesitz Dessau. Einmal noch den Ball weghauen und dann der so lange erwartete Abpfiff.

PSV zum ersten mal Deutscher Meister bei den Junioren

U17 DMJetzt brachen alle Dämme in der Halle. Nicht nur Spieler und Trainer, auch die ca. 50 mitgereisten emotionalen Fans stürmten auf das Feld und jeder fiel jedem in die Arme. Somit schafft der PSV 90 Dessau erstmals in ihrer Vereinsgeschichte sich den Titel als Deutscher Meister zu sichern. Schriesheim verpasst hingegen äußerst knapp die Titelverteidigung

Nach Abpfiff sollte Trainer Sascha Marquardt seine Gefühle beschreiben:

Es ist unfassbar, unbeschreiblich. Ich weiß aktuell noch gar nicht ob ich begreife, was gerade hier passiert ist. Das ist heute der Lohn für die ganzen letzten fünf Jahre. Wir haben in den Trainings so viel Blut, Schweiß, Tränen verloren und hatten für dieses Wochenende einen großen vielleicht auch unrealistischen Traum. Aber wir haben gezeigt, das man mit der richtigen Einstellung, Leidenschaft und Kampfgeist alles erreichen kann. Sportlich waren alle unsere Gegner auf einem unglaublich starkem Level das wir nur mit unseren Tugenden diesen Erfolg erreichen konnten. Ich bin ehrlich gesagt vollkommen fertig und das Spiel war für mich nervlich eine neue Grenze die übertroffen wurde. Schon vor dem Spiel stand ich den Tränen so nah, dass ich kaum ein Wort bei meiner Ansprache heraus bekommen habe. Ich habe einfach an die letzten Jahre zurück gedacht und mich daran erinnert wie alle Angefangen haben mit dem Sport und jetzt zusehen wie sie sich entwickelt haben sowohl sportlich als auch menschlich ist grandios. Daher war es auch mein großer Traum zusehen, wie die Jungs sich ihren erfüllen. Aktuell bin ich bestimmt der glücklichste Mensch der Welt.

Mit etwas Abstand wollte Trainer Sascha Marquardt noch etwas nachholen:

Zuerst einmal einen riesigen Dank an den Ausrichter TV Schriesheim. Wir haben mit der Ausrichter der U15 2016 und dem final4 2017 auch schon Events ausgerichtet. Somit wissen wie viel Arbeit dahinter steckt die die meisten gar nicht sehen. Zudem gebührt den Schiedsrichter mein größter Respekt. Sie haben in zwei Tagen teilweise 6 – 7 Spiele auf einem sehr hohen Niveau gepfiffen. Zuletzt nochmal ein großer Dank an unsere unglaublichen Fans. Es ist so cool, das alle bedingungslos hinter uns stehen und uns immer lautstark unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich und deshalb DANKE!

Stena Line U17 Junioren Kleinfeld Deutsche Meisterschaft:

HF 1 09:00 Uhr PSV 90 Dessau TSV Tollwut Ebersgöns 8:4 (3:1; 5:3)
HF 2 10:15 Uhr TV Schriesheim VfL Red Hocks Kaufering 6:7 (5:3; 1:4)
Pl. 7 11:30 Uhr SG Tetenbüll/Wyk SG Kölln-Reisiek 7:9 (5:5; 2:4)
Pl. 5 12:45 Uhr SSF Dragons Bonn Unihockey Igels Dresden 10:7 (6:3; 4:4)
Pl. 3 14:00 Uhr TSV Tollwut Ebersgöns VfL Red Hocks Kaufering 9:7 (3:3; 6:4)
Fin. 15:15 Uhr PSV 90 Dessau TV Schriesheim 5:4 (3:3; 2:1)

Für den PSV 90 Dessau – Black Wolves liefen auf:

[T] Oliver Simontowski (0 Tore / 0 Vorlage), Paul Grundey (0 / 0), Anton Unger (5 / 1),
Tom-Justin Stephan (0 / 0), Lennie Weichert (1 / 0), [T] Tim Poturnak (0 / 1), Erik Falke (0 / 0), Nick Justin Murchau (0 / 0), Jannes Flügel (0 / 0), Philip Schulnies (0 / 1), Jeremy Beil (18 / 10),
[K] Justin Düben (5 / 3), Jan Berbig (8 / 7), Malte Hörnlein (5 / 3)

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