Herren 4. Spieltag

Herren scheitern an 6-Punkte-Mission

Am 27.02.2016 trafen in der Sporthalle Kochstedt die Black Wolves des PSV 90 Dessau auf den SV Chemie Genthin und Phönix Leipzig. Der einzige Heimspieltag der Herren-Saison sollte mit dem klaren Ziel von 6 Punkten aus 2 Spielen für Mannschaft und Fans ein besonderes Erlebnis sein. Leider konnte diese Zielsetzung von den Black Wolves nicht erfüllt werden.

Black Wolves revanchieren sich für Hinspiel-Niederlage

Das erste Spiel gegen den SV Chemie Genthin um 10:00 Uhr versprach ohnehin ein spannendes Duell zu werden. Schließlich hatten die Wölfe den sicheren Sieg in Genthin noch in der letzten Minute mit 4 Gegentoren verspielt und damit Genthin zum Heimsieg verholfen.

Herren 4. Spieltag
Sicher Save gegen den SV Chemin Genthin

Trotzdem begann das Spiel wenig turbulent und konnte erst in der 9. Minute ein Tor der Genthiner verzeichnen. Die Antwort kam dann aus der 2. Reihe der Black Wolves 2 Minuten nach dem Gegentreffer, als Christoph Pabel den Ball in die kurze Ecke des gegnerischen Tores schießen konnte. Nur einige Sekunden später konnte Justin Düben mit einem sehr gutem Schuss  aus dem Rückraum den Ball in die obere Ecke des gegnerischen Tores platzieren und sorgte damit für die 2:1 Führung der Wölfe. Auch kurze Zeit später hatten die Genthiner weiterhin Probleme die Angriffe der Black Wolves zu unterbinden und mussten den dritten Gegentreffer verzeichnen. Doch Genthin war zu keinem Zeitpunkt ungefährlich und konnte durch Martin Hoffmann noch den Anschlusstreffer in der ersten Hälfte zum Zwischenstand von 3:2 erzielen.

Die 2. Hälfte begann ähnlich, wie die Erste aufhörte: Die Wölfe versuchten durch gutes Offensivspiel die Genthiner auf Abstand zu halten und Tore zu erzielen. Diese Strategie erwies sich als erfolgreich, da die Black Wolves bis zur 9. Minute der 2. Hälfte schon 3 Treffer durch Frank Ziemer, Jan Berbig und Sascha Marquardt verbuchen konnten und so eine 6:2 Führung erzielten. Genthin versuchte weiterhin den PSV unter Druck zu setzen und lauerte auf Fehler doch auch das 6:3 durch Lisabeth Klaus half dem SV nicht die solide Spielweise der Black Wolves zu unterbinden. Nach einer 2-Minuten-Zeitstrafe gegen Genthin konnte erneut Sascha Marquardt in Überzahl ein Tor erzielen. Nach einem Eigentor der Genthiner zum 8:3 konnte Adrian Tauchmann den letzten Treffer der Genthiner zum 8:4 erzielen. Der PSV spielte bis zum Ende konzentriert und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und schoss schließlich das letzte Tor der Partie zum 9:4 Endstand durch Christoph Pabel.

Damit holten sich die Wölfe die ersten 3 Punkte an diesem Spieltag und festigten Tabellenplatz 2.

Eine gute Leistung, die Kapitän Sascha Marquardt ebenfalls erfreute:

Wir haben sehr konzentriert gespielt und nur wenig zugelassen. Wir wussten, dass Genthin jederzeit sehr gefährlich ist, aber wir haben vieles aus dem Hinspiel gelernt und unser Spiel gemacht. Insgesamt eine gute Mannschaftsleistung.

 

Rückspiel gegen Phönix Leipzig

Die Black Wolves des PSV gingen bestärkt vom ersten Heimsieg in das zweite Spiel gegen den Phönix Leipzig, die man im Hinspiel ebenfalls besiegte. Hier galt es die nächsten 3 Punkte einzufahren.

Der PSV kam durch 2 Treffer von Jan Berbig gut ins Spiel und konnte so die ersten Zeichen in dieser Partie setzen. Doch Phönix Leipzig erwies sich als zäher Gegner und ließ sich durch die Treffer der Wölfe wenig beeindrucken. Durch schnelles einfaches Passspiel von Phönix ließen sich die Black Wolves zunehmend in die Irre führen und mussten so 4 Treffer in der 1. Hälfte durch Artem Pokas, Tobias Schulze, Felix Hilla und Elias Dannenberg zum 2:4 einstecken. Das mangelhafte Aufbauspiel als auch die für 15 Minuten gelähmte Offensive der Wölfe machten es den Gästen zu einfach.

Herren 4. Spieltag
Konter vom FBC Phönix Leipzig

Ein Problem, das sich auch in der zweiten Hälfte deutlich zeigte: Nach 18 Sekunden fiel bereits das 2:5 für die Gäste nach zuvor schwerwiegenden Abwehrfehlern der Black Wolves. Jan Berbig hielt den PSV zumindest noch mit dem Treffer zum 3:5 auf Schlagdistanz. Dies konnte aber nicht über die großen Probleme in beiden Reihen hinwegtäuschen. Denn kurze Zeit später erhöhte Christina Löschner für Leipzig auf 3:6. Zwar kam der PSV durch Treffer von Jeremy Beil und Jan Berbig erneut zum Anschluss an Phönix konnte aber die kurzzeitige Offensivkraft nicht länger halten und vergab zu viele eindeutige Torchancen. Die schlechte Offensivleistung der 1. Reihe der Black Wolves wurde durch die sehr schlechte Defensive der 2. Reihe zu einem der schwächsten Mannschaftsleistungen in dieser Saison. Selbst grundlegende Defensivarbeiten und Abschlussvarianten wurden selten konsequent durchgeführt. Dies merkte auch Phönix und konnte durch Felix Hilla, das 5:7 erzielen. Das turbulente Spiel der Black Wolves kam nur selten zu Abschlüssen, dennoch traf Alex Reitzig zum erneuten Anschlusstreffer für die Wölfe. Nach einer 2-Minuten-Strafe gegen den PSV zogen die Leipziger wieder vermehrt gegen die teilweise zu offensiv stehenden Black Wolves-Reihen und konnten in 4 Minuten 3 Tore durch Artem Pokas, Tobias Schulze und Elias Dannenberg erzielen und damit ihren Vorsprung ausbauen.

Doch auch die Schlussphase zeigte, dass dieses Spiel für die Black Wolves noch nicht verloren war: Jan Berbig und Justin Düben verbuchten Treffer für den PSV und machten mit dem 8:10 die letzte Minute noch einmal spannend. Leider war der Druck für die Wölfe zu groß, wodurch das Spiel lange Zeit zu hektisch und unkoordiniert wirkte. Nach einer weiteren 2-Minuten-Zeitstrafe gegen die Black Wolves beendete Felix Hilla die Comeback-Hoffnungen der heimischen Fans durch ein Tor 14 Sekunden vor dem Ende.

Somit gingen die 3 Punkte verdient an Leipzig, die die schlechte Leistung der Black Wolves in vielen Momenten des Spieles gut nutzten.

Auch Kapitän Marquardt zeigte sich enttäuscht, lobte aber auch den Gegner:

Wir haben verdient verloren. Leipzig hat das gut gemacht. Bei uns klappte einfach nichts, sowohl in der Offensive bei 100 prozentigen Torchancen als auch in der Verteidigung, wo wir zu oft 2 gegen 1 spielen mussten und natürlich das Gegentor kassierten. Ich glaube niemand in der Mannschaft ist mit sich zufrieden, denn unsere Leistung war einfach zu schlecht für unser Potenzial. Besonders ärgerlich ist es das wir mit einem Sieg fast schon sicher zweiter gewesen wären. Nun sind wir zwar trotzdem immer noch zweiter, aber der Abstand zu Platz 3 ist lediglich ein magerer Punkt. Diesen Platz wollen wir am letzten Spieltag unbedingt verteidigen um eine gute Ausgangslage für die Play-offs zu haben.

 

Ergebnisübersicht:

10:00 Uhr    PSV 90 Dessau    –    SV Chemie Genthin    9:4    (3:2;6:2) (Spielprotokoll)
11:10 Uhr    Phönix Leipzig    –    MFBC Leipzig    5:14    (4:5;1:9) (Spielprotokoll)
12:20 Uhr    SV Chemie Genthin    –    UHC Elster    4:6    (1:2;3:4) (Spielprotokoll)
13:30 Uhr    PSV 90 Dessau    –    Phönix Leipzig    8:11    (2:4;6:7) (Spielprotokoll)
14:40 Uhr    MFBC Leipzig    –    UHC Elster    9:11    (2:3;7:8) (Spielprotokoll)

Für den PSV 90 Dessau liefen auf:

[T] Oliver Simontowski (0 Tore / 0 Vorlagen), [T] Linus Ilgner (0 / 0), Justin Düben (2 / 0), Jeremy Beil (1 / 7), Frank Ziemer (1 / 1), Thilo Berger (0 / 0), Alexander Reitzig (1 / 0), Christian Pioch (0 / 0, Jan Berbig (6 / 1),  [K] Sascha Marquardt (2 / 0), Christoph Pabel (3 / 0)

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