Kategorie: Herren

Laufchallenge

Überraschungssieg bei interner Laufchallenge

Die Challenge ist nun schon einige Tage beendet und Einige von euch haben sicherlich schon sehnsüchtig auf die Auswertung gewartet. Aber die Erschöpfung aller Beteiligten und die darauf folgenden Feiertage haben die Erstellung des Artikels leider etwas verzögert. Aber auch mit etwas Abstand ist das Ergebnis dieses internen Wettkampfes noch immer überraschend und nicht erklärbar. Nach einem furiosen Endspurt schlägt das Verbandsliga Team die Mannschaft der 2. Floorball Bundesliga Ost mit einem knappen Vorsprung von 14,82 km und ist somit der verdiente Sieger der Laufchallenge im März 2021.

Nachdem die 2. Herren Mannschaft am 11. März 2021 zwischenzeitlich schon mit 197,56 km deutlich zurück lag, tat das der Motivation und dem Ehrgeiz eines jeden Einzelnen dennoch keinen Abbruch. Über eine geschlossene Teamleistung legte das Siegerteam insgesamt eine gewichtete Strecke von 2.396,35 km (ungewichtet 3.731,49 km) zurück. Im Vergleich dazu erreichte das Bundesliga Team lediglich eine gewichtete Gesamtstrecke von 2.381,53 km (ungewichtet 4.752,37 km).

Obwohl diese Leistung nicht weniger schlecht ist, wäre das Potential in der 1. Mannschaft der Black Wolves sicherlich um einiges größer gewesen. Wenn man sich aber vor Augen hält, dass beide Mannschaften zusammen (8.483,86 km) eine Strecke (Luftlinie) von Dessau bis Jamaika absolviert haben, lässt dies auf eine unglaubliche Leistung innerhalb der Floorball Abteilung des PSV 90 Dessau schließen, über die man noch lange sprechen wird. Neben dem eigentlichen Wettkampfgedanken sollte zudem nicht unerwähnt bleiben, dass speziell in diesem Monat der Großteil aller Herrenspieler mehr Sport getrieben hat als sonst üblich. Somit wurde auch das eigentlich angestrebte Ziel, eine aktive Bewegungsmotivation und Fitnessverbesserung, erreicht, worauf alle Teilnehmer im Nachhinein sehr stolz sein können.

Nicht minder überraschend ist, dass beide Mannschaften am letzten Tag der Challenge den jeweiligen Tagesbestwert lieferten. Am 31. März 2021 legten beide Teams sensationelle 230,53 km (Bundesliga) und 243,27 km (Verbandsliga) zurück, welche letztendlich für den knappen Ausgang entscheidend waren. Die jeweilige Einzelwertung im März gewann Steven Pascal Kastner mit 503,48 km im Bundesligateam und Sascha Marquardt mit 380,70 km in der Verbandsligamannschaft.

Im hoffentlich bald stattfindenden internen Testspiel muss somit das Bundesliga Team seinen Wetteinsatz einlösen und in dem allseits beliebten pinken Trikotsatz antreten.

Interview

Interview mit Sascha Marquardt zur aktuellen Situation bei den Black Wolves

In seinen Funktionen als Vize-Abteilungsleiter, Jugendkoordinator und Teammanager der 2. Bundesliga Mannschaft der Black Wolves hat Sascha Marquardt immer einen Blick auf das große Ganze. Da die Pandemie hat den Breitensport und somit auch die Abteilung Floorball des PSV 90 Dessau mit voller Härte getroffen hat, war für uns interessant herauszufinden, wo Sascha Marquardt die aktuellen Gefahren, Probleme und Herausforderungen für seinen Sport sieht. Zur aktuellen Lage rund um den Floorball haben wir Sascha daher einige Fragen gestellt.

Wie ist es dir bisher im Lockdown ergangen und wie sehr vermisst du es in den Sporthallen an der Bande oder auf dem Feld zu sein?

Ich glaube, dass ich in dieser schwierigen Zeit zum Großteil gelassen bin. Zudem versuche ich viele Dinge einfach positiv zu sehen. Meine Woche gestalte ich aktuell anders als sonst. Da zurzeit kein reguläres Training und keine Spieltage anstehen, gehe ich derzeit viel mehr Laufen als ich es sonst tue. Aber natürlich vermissen ich und auch alle Anderen der Black Wolves Familie die Zeit in der Sporthalle. Es wird, denke ich ein super Gefühl, wenn wir uns alle in hoffentlich naher Zukunft wieder auf dem Feld gegenüberstehen.

War der Lockdown im Frühjahr 2020 oder der Jetzige der sportlich schlimmere? Warum?

Beide waren bei weitem nicht gerade förderlich für den Breitensport. Aber der Jetzige tut schon nochmal etwas mehr weh. Dieser traf einfach die Hauptzeit der Floorball Saison. Damit fehlen uns viel mehr Spiele als es im Frühjahr 2020. Hinzu kommt, dass die Wintermonate eindeutig zäher als der Frühling sind. Insbesondere um wenigstens draußen etwas Sport machen zu können.

Welche Aufgaben fallen derzeit statt der sonst üblichen in der Abteilung Floorball des PSV 90 Dessau an? Und wie haltet ihr euch für den eventuellen Re-Start in der 2. Bundesliga Ost fit?

Aufgaben gibt es genug. Mir ist auch noch immer nicht langweilig geworden. Man kann zum Beispiel Dinge abarbeiten, die sehr lange liegen geblieben sind. Davon haben wir in der Abteilung jetzt Einige geschafft und sind weiterhin fleißig dabei. Dazu kommt, dass ich oft auch noch sehr spontane Ideen habe, die ich dann gerne und schnell umsetzen will. 

Das Herren-Team hat dreimal pro Woche ein virtuelles Krafttraining und absolviert zudem Lauf Challenges, um körperlich fit zu bleiben. Dies sind für uns wichtige Aspekte um beispielsweise auch in Kontakt zu bleiben. Dennoch ersetzt dies aber unter keinen Umständen ein normales Hallentraining.

Glaubst du, dass in dieser Saison das Bundesliga Team der Black Wolves und/oder die jeweiligen Junioren Mannschaften nochmal aktiv auf dem Feld stehen werden?

Ja, davon gehe ich immer noch aus. Allerdings nicht in einer Wettkampfsituation, sondern eher in Form von Freundschaftsspielen oder kleinen Turnieren. Gerade im Juniorenbereich wäre es von elementarer Bedeutung vor den Sommerferien nochmal spielen zu können. Die Junioren leiden meiner Meinung nach am meisten unter den derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen.

Welche Voraussetzungen sind deiner Meinung nach dafür nötig und sind diese praktisch umsetzbar oder realistisch?

Schwierige Frage. Zuerst muss der Inzidenz-Wert auf unter 35 reduziert werden. Des Weiteren muss unser erarbeitetes Hygienekonzept umgesetzt und befolgt werden. Neben den darin enthaltenen klassischen Maßnahmen, wie Mund-Nasenschutz tragen, Abstand halten und Hygieneregeln beachten gilt es noch einige weitere Besonderheiten umzusetzen. Unter Einhaltung aller Maßnahmen wäre es natürlich schön, wenn wenigstens ein paar Zuschauer mit in die Hallen könnten, auch wenn dies derzeit schwer vorstellbar ist.

An welcher Stelle könnten zum Beispiel die Stadt Dessau-Roßlau oder die Landesregierung Sachsen-Anhalt besser unterstützen?

Ja, das ist ebenfalls eine sehr gute Frage. Ich glaube generell ist es für die Politik nicht einfach. Es sind komplexe Entscheidungen, bei denen es kein richtig oder falsch gibt. Wir stehen im Austausch mit der Stadt und sind optimistisch, dass wir unter Erfüllung aller Auflagen wieder die Sporthallen nutzen dürfen, insofern dies wieder möglich ist. Ansonsten hoffen wir auf klare und nachvollziehbare Regelungen, die auch für Breitensportvereine umsetzbar sind.

Wie sehr fehlen in deinen Augen den Kindern und Jugendlichen das Training und der Spielbetrieb für deren Entwicklung? 

Sehr. Wir haben ein junges Bundesligateam, welches gut aus der Situation kommen wird. Aber wie schon gesagt, leiden unsere Junioren-Spieler am meisten unter der jetzigen Situation. Sie sind in einem Entwicklungsprozess, den wir eigentlich bestmöglich fördern wollen. Das geht aktuell leider nicht so wirklich, was sehr schade ist. Unsere Nachwuchstalente standen in dieser Saison endlich davor den Sprung in das Bundesligateam zu schaffen. Hierbei hilft insbesondere das gemeinsame Training, welches wir nun seit geraumer Zeit nicht hatten. Somit ist es für diejenigen viel schwerer an das Herrenniveau heranzukommen. Zudem werden viele Vereine ein Nachwuchsproblem in der  jüngsten Altersklasse, der U9, haben, weil einfach keine Kinder für den Sport in den Altersklassen gewonnen werden können. Damit kann teilweise eine ganze Altersklasse wegfallen, was schon dramatisch für den Floorballsport wäre.

Welche Auswirkungen hat dies auf die gesamte Sportart?

Diese sind bestimmt noch nicht absehbar. Natürlich wird es erstmal etwas dauern bis alle Teams wieder zur alten Stärke finden. Aber das sehe ich nur als temporäres Problem. Die Frage ist, wie viele Spieler sich abmelden werden. Das könnte gegebenenfalls für einige Vereine das Aus bedeuten. Wir hoffen aber alle zusammen, dass dieses Worst-Case-Szenario nicht eintritt, denn jede Sportart lebt von ihrer Vielfalt. Es ist enorm wichtig, dass es möglichst viele Verein gibt und in Zukunft sich noch Weitere gründen.

Welche Probleme treten insbesondere hinsichtlich der Mitgliedergewinnung in den jüngeren Jahrgängen und dem Erhalt des Mitgliederbestandes auf?

Wie schon eben beschrieben, ist gerade die Mitgliedergewinnung in den Kindergärten und Grundschulen nicht möglich, was insbesondere für uns eine Katastrophe darstellt. Damit haben wir in der Vergangenheit bis dato die meisten Mitglieder gewinnen können. Gerade für unsere Sportart ist es enorm wichtig früh an die Kinder heranzutreten und das Interesse zu wecken. Nur so kann man sich gegen andere Sportarten wie zum Beispiel Fußball oder Handball behaupten.

Glaubst du die Pandemie stellt für die Black Wolves eine Gefährdung der positiven Entwicklung in den letzten Jahren dar?

Eine Gefährdung besteht nicht nur für uns, sondern definitiv auch für alle anderen Vereine. Wir werden erstmals seit Jahren keine wachsende Mitgliederzahl vorweisen können, was natürlich sehr schade aber auch nicht zu ändern ist. Viel wichtiger ist es aber, dass wir alle unsere Mitglieder auch noch nach der Pandemie an Bord haben. Wir brauchen alle Spieler, um im Juniorenbereich weiterhin Großfeld spielen zu können. Sollten wir das schaffen, würde ich von einem positiven Ausgang der sehr schwierigen Situation sprechen. Wir hoffen auch alle nach dieser schweren Zeit gesund und fit wiederzusehen.

Challenge

Internes Duell bei den Black Wolves

Da auch zum jetzigen Stand noch immer nicht absehbar ist, wann ein regulärer Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, vereinbarten die Bundesliga Mannschaft und die 2. Herren Mannschaft einen Fitnesswettkampf, um auch in der Corona Pause weiterhin aktiv zu bleiben. Im Zeitraum vom 01. bis 31. März 2021 heißt dann für alle beteiligten Spieler so viele Kilometer wie möglich zu absolvieren. Neben dem klassischen Joggen können die beliebig langen Strecken zum Beispiel auch mit dem Fahrrad, auf den Inline Skates, an der Rudermaschine oder mit anderen Sportgeräten zurückgelegt werden. Da das reine Laufen körperlich anstrengender ist, erhalten die weiteren Fortbewegungsmethoden zum Ausgleich eine passende Gewichtung. Beispielhaft erhält das Rudern eine Gewichtung von 50 %, so dass eine zurückgelegte Strecke von 10 km mit umgerechnet 5 km in die Wertung geht.

Beide Teams haben zur Vorbereitung bereits einen Testmonat absolviert. Die 2. Mannschaft hat noch im vergangenen Jahr von Ende November bis Ende Dezember fleißig Kilometer gesammelt, um die gelungene Weihnachtsüberraschung in Form von neuen Aufwärmshirts, gesponsert durch “ClausBrothers – Wandmalerei” zu erhalten. Für die Überraschung, welche noch pünktlich vor Heiligabend bei Jedem seinen Platz unter dem Weihnachtsbaum fand, mussten insgesamt 900 km, allerdings noch ohne Gewichtung, zurückgelegt werden. Im Februar startete dann das Bundesliga Team mit dem Ausdauerprogramm. Mit Stand vom 21. Februar kamen mit jeweiliger Gewichtung bisher 552,50 km zusammen. Das anvisierte Ziel von 400 km ist somit schon deutlich vor Ablauf des Monats erreicht.

Um einer möglichen Mogelei aus dem Weg zu gehen, muss, wie in der Vergangenheit bereits praktiziert, ein Beweisfoto einer beliebigen Fitness-App in die entsprechende WhatsApp-Gruppe hochgeladen werden. Die einzelnen Daten werden statistisch zusammengetragen und mit Ablauf jeder Woche in den Gruppen veröffentlicht. Über den Ausgang des hoffentlich spannenden und fairen Wettkampfes werden wir Euch nach Ablauf informieren. Der Verlierer der Challenge muss in einem Testspiel zwischen beiden Mannschaften in den pinken Trikots der Black Wolves antreten.

2. FBL - 4 Spieltag

Black Wolves unterliegen Halle im Derby

Am Samstag, den 24. Oktober 2020 empfingen die Black Wolves den USV Halle Saalebiber zum Derby in der 2. Floorball Bundesliga Ost. Gegen die Hallenser kassierte man nach dem Debakel in Dresden die zweite Niederlage in Folge. Um das Saisonziel, die Playoffs-Teilnahme, weiter im Blick zu behalten, sollten jetzt alle Kräfte gebündelt werden.

Die Partie beginnt mit einem Fehlstart

Das Derby hätte für die Black Wolves gar nicht schlechter beginnen können. Bereits mit dem ersten Angriff der Saalebiber nach 13 Sekunden lag man mit 0:1 zurück und konnte auch in der Folge den starken Beginn der Hallenser nicht stoppen. So musste man bis zur 10. Minute drei weitere Gegentreffer hinnehmen, was sicherlich auch der kurzfristigen Reihenumstellung geschuldet war. Erst Mitte des ersten Drittels konnten die Dessauer durch Kapitän Justin Düben in einer Unterzahlsituation ihren ersten Treffer des Tages erzielen. Mit der Schlusssirene zur ersten Pause konnte Verteidiger und Spieler der Spiels Steven Pascal Kastner noch auf 2:4 verkürzen. Mit einer besseren Chancenverwertung hätten die Dessauer nach 20 Minuten sogar noch ein besseres Pausenergebnis erzielen können.

Ohne Tor im zweiten Drittel

Nach den beiden Anschlusstoren hofften alle Beteiligten auf einen Weckruf und eine Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt. Diese blieb aber zunächst aus, obwohl sich nun ein ausgeglicheneres Spiel ergab. Zwar konnten sich beide Teams Chancen erarbeiten, aber die Mehrzahl dieser lag auf Seiten des PSV 90 Dessau. Die scheiterten jedoch wiederholt am starken Torhüter der Saalebiber, der an diesem Abend den Unterschied ausmachte. Und wer Vorne die Tore nicht schießt, bekommt diese dann meistens selbst eingeschenkt. In den letzten fünf Minuten des mittleren Drittels kam dann das, was kommen musste. Halle erzielte drei Treffer in Folge und zog mit 2:7 weiter davon.

Schadensbegrenzung im Schlussabschnitt

Mit dem Wissen der sicheren Führung begannen die Saalebiber nach der letzten Pause noch kompakter und defensiver. Dennoch erspielten sich die Wölfe erneut einige Torabschlüsse, welche aber heute einfach nicht im Tor landen wollten. Und selbst nach dem Tor zum 3:7 durch den Magdeburger Quoc Anh Phan hatte man nicht das Gefühl, dass sich die Partie jetzt noch einmal wenden könnte. Nach einem weiteren Gegentreffer setzte Steven Pascal Kastner den sehenswerten Schlusspunkt zum 4:8, in dem man alle seine technischen Fähigkeiten begutachten konnte. Mit der zweiten Niederlage im dritten Spiel stehen die Black Wolves mit drei Punkten derzeit auf dem 5. Tabellenplatz in der 2. Floorball Bundesliga Ost. Ob man nach den beiden Niederlagen am nächsten Wochenende in Potsdam Wiedergutmachung betreiben kann, wird sich aufgrund der aktuellen Corona-Lage erst im Verlauf der Woche noch zeigen.

Kapitän und Mitglied des Spielerrates Justin Düben zur Niederlage im Derby:

So eine Niederlage ist sehr schade. Gerade wenn das Spiel lange Zeit auf Augenhöhe ist und man es in wenigen Minuten aus der Hand gibt. Unsere Schwächen haben wir bereits erkannt und werden diese Woche daran arbeiten, um es gegen FBBC Havel besser zu machenein optimales Spiel zeigen zu können.

U19 Nati

Interview mit Sascha Marquardt zum Posten als Co-Trainer der U19 Nationalmannschaft

Neben seiner Tätigkeit als Vize-Abteilungsleiter, Jugendkoordinator und Teammanager der 2. Bundesliga Mannschaft der Black Wolves füllt Sascha Marquardt noch einen weiteren Posten mit Leidenschaft und Begeisterung aus. Als Co-Trainer der U19 Nationalmannschaft unter dem Schweizer Headcoach Thomas Berger ist Sascha Marquardt in dieser Woche zum Trainingslager nach Lilienthal unterwegs. Zu seiner Tätigkeit haben wir Ihn im Vorfeld einige Fragen gestellt.

Allgemein:

Wie bist du zu dem Job als Co-Trainer bei der U19 Nationalmannschaft gekommen und seit wann führst du den Posten aus?

Der zu diesem Zeitpunkt bereits tätige Headcoach Thomas Berger hat mich bei der Sommer-Trophy 2019 in Dippoldiswald gefragt, ob ich Interesse habe an seiner Seite den Posten des Co-Trainers zu übernehmen. Zunächst war ich überrascht von der Anfrage, fühlte mich dann aber geehrt, dass man mich dafür geeignet hielt. Nach meiner Zusage bin ich somit seit September 2019 Teil des Staffs.

Was hat dich an der Aufgabe gereizt und hast du schnell zugesagt oder mit der Entscheidung länger gewartet?

Gereizt hat mich alleine schon die neue Aufgabe und natürlich die enge Zusammenarbeit mit Thomas, auch wenn ich wusste, dass ich dafür die Betreuung der Landesauswahl Sachsen-Anhalts aufgeben muss. Leider doppeln sich in der Regel die Termine in den IFF-Wochen, so dass ich Beides nicht ausüben kann. Mir war es aber wichtig, dass ich mit Justin Düben einen tollen Nachfolger gefunden habe.

U19 NatiWie ist deine Beziehung zum Chef-Trainer und den anderen Co-Trainern?

Aus meiner Sicht hatten wir bisher ein sehr gutes Arbeiten miteinander. Die Chemie im Staff stimmt und das ist auch ein wichtiger Bestandteil für unsere Arbeit. Von der engen Zusammenarbeit mit Thomas können wir alle profitieren und viel dazu lernen.

Worin bestehen deine Kernaufgaben im Team?

Ich bin im Team für das Zeitmanagement und alle statistischen Sachen verantwortlich. Das sind auch Themen die mir sehr gut liegen. Beispielsweise überwache ich die Zeiten für einzelne Übungen oder die Länge der Turns im Spiel. Statistisch bereite ich die Physiswerte der Leistungstests auf und führe detaillierte Aufzeichnungen über Penaltys und gewonnene oder verlorene Bullys.

Gibt es auch Aufgaben, die du zwischen den Lehrgängen erledigen musst?

Ja klar, es findet immer eine Auf- und Nachbereitung der Lehrgänge statt. Zudem schaut man sich viele Spiele im Junioren- und Herrenbereich an, um vielleicht doch noch den ein oder anderen interessanten Spieler zu finden. Wir wollen unbedingt vermeiden, dass uns ein talentierter Spieler durchs Raster fällt.

Wie oft trefft ihr euch in der Regel pro Jahr und wie sieht grob dein Tagesablauf aus?

Wir haben nur vier oder fünf Termine pro Jahr. Das ist leider nicht viel, auch wenn es sich im ersten Moment nicht so anhört. Deshalb müssen wir an den wenigen Wochenenden auch sehr gut trainieren und die Zeit möglichst effizient nutzen.

Der Tagesablauf gestaltet sich bei mir wie folgt. Zunächst einmal stehen wir gemeinsam früh auf, was für mich aber kein Problem ist. Danach geht es schnell frühstücken und dann ab zur ersten Trainingseinheit. Von denen haben wir meistens zwei bis drei pro Tag. Hier übernehme ich, wie auch mein Kollege Tilmann, einige Übungen in den Einheiten. Nach den Einheiten werte ich dann meist die aufgenommenen Daten wie vorhin bereits beschrieben aus. In den Pausen, welche die Spieler zur Regeneration nutzen, führen wir im Rahmen des Lehrgangs mit jedem Einzelnen ein separates Spielergespräch. Diese gehen meist sogar bis tief in die Nacht.

Was ist für dich der positivste und der negativste Aspekt des Postens?

Positiv ist auf jeden Fall die Arbeit mit den Spielern und dem Staff. Natürlich ist es in meiner Funktion von Vorteil, dass ich gerne mit Zahlen arbeite. Dies begleitet mich bereits seit meiner Jugend und hält bis heute an. Nicht so optimal sind teilweise langen Anreisen, obwohl ich mit dem Wohnort Dessau schon eher zentral liege. Anderen geht da deutlich schlechter.

Könntest du dir später einmal vorstellen Cheftrainer einer Nationalmannschaft zu werden?

Ich glaube, dass es bessere Kandidaten dafür geben würde, aber ich würde bei einer Anfrage zumindest überlegen.

U19 NatiWas ist dein persönliches Ziel für die U19 WM in Prag im nächsten Jahr und welches Ziel verfolgt das ganze Team?
Zunächst ist es schon große Ehre überhaupt mal bei einer WM dabei zu sein. Aber natürlich fahren wir dort nicht hin, um zu verlieren. Wir wollen zusammen als Team den Klassenerhalt schaffen. Ich versuche die Jungs abseits des Spielfeldes bestens vorzubereiten und zu unterstützen.

Was war der bisher prägendste Moment in deiner Co-Trainer Laufbahn?
Ich denke, dass dieser noch bei der WM im Mai kommt. Bislang war es der Teamabend beim Sommerlager in Frankfurt am Main. Dieser war einfach sehr lustig man hat richtig gemerkt, wieviel Spaß es allen gemacht hat und wie gut die Jungs und der Staff als Team zusammengewachsen sind.

Entweder oder…?:

Schweden oder Finnland?
Schweden… ist einfach besser.

Technik oder Taktik?
Technik… weil es die Grundlage im Floorball ist

Tor oder Vorlage?
Tor… als Stürmer muss ich das sagen

Risiko oder Sicherheit?
Sicherheit… da bin ich von meiner Studienzeit geprägt

Talent oder Training?
Training …Training und harte Arbeit ersetzen kein Talent

Vervollständige die folgenden Sätze:

Auf der Bank bin ich …
… zurückhaltend und analytisch.

An der Sportart Floorball würde ich verbessern, dass …
… ich sie anders nennen würde. Ich denke man hätte bessere Alternativen zu Unihockey oder Floorball finden können. Mit dem Spiel an sich bin ich aber sehr zufrieden.

Wenn wir den Titel in Prag gewinnen, …
gibt es für mich kein Halten mehr. 🙂

Mehr Bilder und Infos der U19 Nationalmannschaft findet ihr auf Facebook oder Instagram.

Verwendete Fotos: U19 Floorball Natio Herren

Juniorenspieltage

Ein fast perfektes Wochenende

An diesem Wochenende standen für die Black Wolves keine Reisen auf dem Programm, da beide Spieltage in der Sporthalle Kochstedt ausgetragen wurden. Zuerst versuchte die U17 auf dem Großfeld den Fehlstart am ersten Spieltag vergessen zu machen. Nach den beiden Niederlagen sollten nun die ersten Punkte gegen die Red Devils Wernigerode und den UHC Sparkasse Weißenfels her. Am Sonntag hieß es dann für die U15 weiter Punkte zu sammeln. Nachdem man vor zwei Wochen bereits die volle Ausbeute holte, sollte dies auch auf dem Kleinfeld gegen die TSG Füchse Quedlinburg und die Red Devils Wernigerode gelingen.

U17 holt mit starken Leistungen drei Punkte

Die U17, welche vor zwei Wochen in Halle (Saale) keinen guten Start auf dem Großfeld erwischte, wollte vor den eigenen Fans unbedingt Wiedergutmachung betreiben. So traf man am Samstag in Kochstedt auf die Red Devils aus Wernigerode und den UHC Sparkasse Weißenfels. In der ersten Partie ging es pünktlich um 10:00 Uhr gegen die Wernigeröder. Nach einem langen Abtasten auf beiden Seiten konnten die Black Wolves nach vielen vergeben Chancen endlich die erste Führung im ersten Drittel erzielen. Auch nach der Pause ergab sich ein unverändertes Bild. Die Dessauer hatten mehr Spielanteile und die besseren Tormöglichkeiten, welche aber immer noch nicht konsequent genutzt wurden. Nach einem 1:1 im zweiten Drittel ging man somit nur mit einer knappen Führung in den Schlussabschnitt. In diesem fielen dann endlich die überfälligen Tore, die nun auch den Spielanteilen entsprachen. Die Red Devils konnten lediglich in der Schlusssekunde noch den Anschluss zum 2:7 herstellen. Die ersten Punkte für die Black Wolves waren somit erreicht.

Nach zwei Spielen Pause stand die Partie gegen den UHC Sparkasse Weißenfels an. Dieser spielstarke Jahrgang der Weißenfelser stellten die Black Wolves bereits in vergangenen Jahren immer wieder vor Probleme. So auch erneut an diesem Wochenende. Mit tollen Kombinationen ließ der UHC die Wölfe nur schwer ins Spiel kommen und zwang diese damit immer wieder zu Fehlern. Aus dem hohen Druck entstehen im ersten Abschnitt unter anderem zwei Eigentore, die letztlich zum 0:5 Rückstand nach 15 gespielten Minuten führten. Im zweiten Drittel konnte man das Defensivverhalten mit zunehmender Manndeckung stabilisieren und in Folge auch vereinzelte Akzente in der Offensive setzen. Nach einem mustergültigen Passspiel gelang somit auch der erste Treffer der Black Wolves zum 1:8. Mit diesem Rückstand ging es auch ins letzte Drittel. Hier konnte man an die Leistung aus dem zweiten Drittel anknüpfen und das Spiel offener gestalten. Am Ende verlor man dennoch deutlich und verdient mit 2:12. Nach vier Spielen und mit drei Punkten im Gepäck steht man auf einem vorläufigen 5. Tabellenplatz.

Jugendkoordinator Sascha Marquardt führt zum Heimspieltag der U17 wie folgt aus:

Ehrlich gesagt, habe ich gemischte Gefühle. Im ersten Spiel gegen Wernigerode hat vieles schon gut funktioniert. Einzig die Chancenverwertung war nicht optimal. Dies haben wir im letzten Drittel dann aber verbessert. Gegen Weißenfels hatte ich mir mehr gewünscht, da wir an diese Truppe näher herankommen wollen. Aber wir mussten leider feststellen, dass sie uns noch einen Schritt voraus sind. Wir haben aber das Rückspiel noch vor uns, in dem wir den Abstand wieder etwas verkleinern wollen.

U15 behält auf dem Kleinfeld weiterhin die weiße Weste

Am Sonntag stand in Dessau dann der Umbau von Großfeld auf Kleinfeld an. Im 3 gegen 3 traf die U15 der Black Wolves auf die TSG Füchse Quedlinburg und die Red Devils Wernigerode. Nachdem man am ersten Spieltag in Salzwedel einige neue Rekorde aufgestellt hatte und souverän sechs Punkte holte, wollte man in Dessau natürlich die weiße Weste wahren. Das Spiel gegen die Füchse, in dem man der klare Favorit auf den Sieg war, startete aber direkt mit einem Gegentor nach 17 Sekunden. Zwar stellten die Dessauer danach ihre Favoritenstellung unter Beweis, aber leisteten sich in der Defensive weiterhin einige unnötige Aussetzer. Dennoch ergab sich eine klare 15:4 Halbzeitführung, obwohl man auch im Angriff noch viele Chance ungenutzt ließ. In der zweiten Halbzeit agierten die Black Wolves dann kompakter und konzentrierter, so dass sich ein ungefährdeter 32:6 Sieg gegen tapfer kämpfende Füchse herausstellte.

Nach einem Spiel Pause folgte die Begegnung gegen die Red Devils Wernigerode. Hier begann man von Beginn an stark und war in Angriff und Verteidigung sehr konsequent. Bereits nach drei Minuten führte der PSV 90 Dessau mit 3:0 und die Wölfe bauten den Vorsprung innerhalb der ersten 20 Minuten auf 9:0 weiter aus. Die Devils hatten zu diesem Zeitpunkt kaum Torchancen und haderten teilweise unbegründet mit vielen Schiedsrichterentscheidungen. Nach der tollen ersten Hälfte kamen die Devils nun etwas besser ins Spiel und forderten die Black Wolves etwas mehr. Dennoch spielte man die Partie souverän zu Ende und gewann völlig verdient mit 19:4 vor den eigenen Fans. Mit der vollen Punktausbeute und einem sagenhaften Torverhältnis von 119:18 nach vier Spielen ist der PSV 90 Dessau punktgleich mit dem USV Halle Saalebiber auf dem ersten Tabellenplatz.

Zu den beiden souveränen Erfolgen tätigt Sascha Marquardt folgende Aussagen:

Es ist schwer die Spiele richtig einzuordnen. Wir waren in beiden Spielen deutlich überlegen. Aber es gibt immer noch viele Momente, in denen wir nicht die richtige Entscheidung treffen. Wir haben also noch etwas Arbeit bis zu den Playoffs vor uns. Aber trotzdem sind die 119 Tore in vier Spielen eine richtige Hausnummer.

Der Ausblick auf die kommenden Spiele

Aufgrund der IFF-Woche finden am kommenden Wochenende keine Spiele für Black Wolves statt. Nachdem dann am 24. Oktober 2020 der nächste Heimspieltag unserer Bundesligamannschaft gegen den USV Halle Saalebiber stattfindet, folgt am Reformationstag das dritte Ligaspiel der 2. Mannschaft gegen die Black Lions Landsberg in Halle (Saale). In Halle möchte man an die spielerische Leistung aus dem Spiel gegen den UHC Elster anschließen und die nächsten drei Punkte holen.

 

 

Juniorenspieltage

Voller Spielplan zum Oktoberbeginn

Am ersten Oktoberwochenende waren die Junioren der U13, der U15 und der U17 im Einsatz. Zudem bestritt auch die 2. Herrenmannschaft den nächsten Spieltag. Die U13 und die Herren konnten ihr Können beim Heimspieltag vor den eigenen Fans unter Beweis stellen. Hingegen mussten die U15 und U17 weite Reisen nach Jena und Wernigerode antreten.

U15 verliert erneut den Kampf gegen Leipzig

Zum Tag der Deutschen Einheit reisten aufgrund der Zuschauerbeschränkungen zwei Busse des PSV 90 nach Jena. Beim Großfeldspieltag der U15 trafen die Black Wolves auf den SC DHfK Leipzig und die Floorball Pinguine aus Jena. In der ersten Partie stieg gleich das Duell gegen den DHfK Leipzig. Gegen die Leipziger verlor man bereits das Hinspiel mit 1:3. Daher wollte man hier unbedingt Revanche nehmen und die Liga spannend halten. Früh in der Partie kassierte man eine unglückliche Zeitstrafe, die der DHfK mit dem anschließenden Freischlag sofort bestrafte. Von dem Rückstand zeigten sich die Black Wolves unbeeindruckt und glichen sehenswert zum 1:1 aus. In einem ausgeglichenen ersten Drittel konnten die Leipziger dennoch erneut in Führung gehen. Im zweiten Spielabschnitt war man dann die bessere Mannschaft und konnte Leipzig teilweise tief in die eigene Hälfte drängen. Somit kamen die Black Wolves verdient zum wiederholten Ausgleich (2:2). Im letzten Drittel war bei beiden Teams die Anspannung deutlich spürbar. Am Ende hatte Leipzig wieder die besseren Argumente auf ihrer Seite. Die Partie gegen den stärksten Widersacher ging daher knapp mit 2:3 verloren. Mit der Kampfansage im Frühjahr 2021 die Playoffs gewinnen zu wollen, warten alle Beteiligten mit Spannung aus das nächste Aufeinandertreffen.

Nach einem Spiel Verschnaufpause folgte die Begegnung gegen die Floorball Pinguine Jena. Wie bereits am ersten Spieltag ergab sich gegen Jena ein komplett anderes Spiel als gegen Leipzig. Mit drückender Überlegenheit agierte man über alle Drittel hinweg. Die Pausenstände von 9:0 und 14:0 zeigen dies auch auf dem Papier. Im letzten Spielabschnitt mussten man zwar nach einem Konter noch ein Gegentor hinnehmen, welches aber der Ehrentreffer für die Pinguine blieb. Neun weitere Treffer führten zum 23:1 Endstand.

Zu den beiden Partien tätigt Jugendkoordinator Sascha Marquardt folgende Aussagen:

Irgendwie fühlt sich dieser Spieltag wie eine Kopie vom Spieltag in Leipzig an. Wir hatten die gleichen Gegner und auch die gleichen Resultate. Die erneut knappe Niederlage gegen den SC DHfK Leipzig war nicht nötig. Aber auch hier geht es mit Blick nach vorn weiter. Ich habe das Gefühl, dass man sich in den Playoffs wieder über den Weg läuft. Dort haben wir vor zwei Jahren gute Erfahrungen gemacht. Gegen Jena waren wir heute nicht so effektiv wie im Hinspiel, hatten das Spiel aber jederzeit gut unter Kontrolle.

Zwei knappe Niederlagen für die U13 in Dessau

Für die U13 stand bereits der fünfte Spieltag in Folge an. Damit sind diese Junioren die bisher Aktivsten der Black Wolves Familie in der aktuellen Saison. An diesem Wochenende empfing die U13 in Kochstedt die Red Devils aus Wernigerode und den UHC Sparkasse Weißenfels. Gegen die Wernigeröder erwischten die Black Wolves leider keinen guten Start und lagen in der 6. Minute schon mit 0:4 zurück. Den Anschlusstreffer konterten die Devils zum 1:5 Pausenstand. Nach Wiederanpfiff legten die Wölfe einen Zahn zu und schafften so drei Minuten vor dem Ende der Partie den direkten Anschluss. In der spannenden Schlussphase konnten beide Teams jeweils noch einen Treffer erzielen, so dass die Begegnung knapp zu Gunsten der Devils ausging (6:7).

Nach dem Krimi gegen Wernigerode folgte das Aufeinandertreffen mit dem UHC Sparkasse Weißenfels. Entgegen dem vorherigen Spiel konnten sich die Black in der ersten Hälfte einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Der Gegentreffer zum 3:6 nur fünf Sekunden vor Ertönen der Sirene schmerzte aber unwahrscheinlich. In der zweiten Spielhälfte schaffte es der UHC Schritt für Schritt der Vorsprung zu verkürzen. Man konnte förmlich sehen, wie die Kräfte der Black Wolves nachließen und so kam schließlich eins zum anderen. Eine Minute vor Abpfiff erzielten die Weißenfelser entscheidenden Treffer zum 9:8 und die Dessauer blieben an diesem Spieltag nach zwei unfassbaren engen Spielen ohne Punkte.

Die ärgerlichen Niederlagen der U13 ordnet Sascha Marquardt wie folgt ein:

Verliert man gegen zwei starke Gegner mit jeweils einem Tor Unterschied, weiß man genau, wie ärgerlich dies ist. Das ist am Ende eine ganz bescheidene Situation, weil man sich für die harte Arbeit nicht belohnt. Wir müssen aber auch da positives mitnehmen. Mit einer solchen Leistung haben wir gezeigt, dass wir alle Gegner schlagen können.

Hohe Siege für die U17 zum Kleinfeldstart

Ebenfalls am Sonntag folgte für die U17 der lang ersehnte Start auf dem Kleinfeld. In Wernigerode traf man dabei auf den USV Halle Saalebiber und die Red Devils Wernigerode. Unter der Leitung von Jugendkoordinator Sascha Marquardt durften die ältesten Junioren im ersten Spiel gegen die Saalebiber antreten. Diese fügten den Black Wolves in der 2. Minute den ersten, aber auch einzigen Rückstand zu. Im Verlauf der ersten Halbzeit fanden die Wölfe zunehmend mehr ins Spiel und konnten sich so eine komfortable Führung (4:10) herausspielen. In der zweiten Hälfte spielten die Black Wolves ihre Dominanz weiter aus. Einem Gegentor, ein Eigentor des PSV 90 Dessau, standen elf weitere Treffer gegenüber. Mit gut funktionierenden Reihen gewann man am Ende schließlich deutlich mit 5:21.

Im zweiten Spiel des Tages trafen die Black Wolves dann auf den Gastgeber aus Wernigerode. Diese Partie nahm in der frühen Phase einen eher überraschenden Verlauf. Nach einer zeitigen Führung verlor man kurzzeitig den Faden und ging mit 1:3 in Rückstand. So konnte die Black Wolves erst in der 10. Minute die Führung zurückerobern und wieder befreiter aufspielen. Zum Halbzeitpfiff stand somit nun doch ein souveränes 11:4 auf der Anzeigetafel. Auch im zweiten Durchgang zogen die Wölfe ihr Spiel weiter durch und standen jetzt auch in der Defensive viel stabiler. Somit konnte man erfreulicherweise 20 Minuten ohne Gegentor bleiben, ohne das Offensivspiel zu vernachlässigen. Der Endstand von 20:4 ist somit ein nächstes Ausrufezeichen an die Ligakonkurrenten.

Sascha Marquardt zum hervorragenden Start der U17 auf dem Kleinfeld:

Wir haben heute zwei starke Spiele gezeigt und in beiden Spielen mehr als 20 Tore erzielt. Das ist super, dennoch sehe ich noch einiges an Verbesserungsbedarf. Gerade die Gegentore, die jeweils in der ersten Halbzeit fielen, waren oft sehr unnötig. Aber wir sind erstmal sehr zufrieden mit den Spielen und wollen im Kleinfeld am Ende weit oben stehen.

Derbysieger, Derbysieger…Hey, Hey

Nach der Niederlage gegen Halle am ersten Spieltag, stand nun das Derby gegen den UHC Elster an. Bereits vor der Partie war allen Beteiligten klar, dass dieses Aufeinandertreffen aufgrund der Historie beider Vereine kein gewöhnliches Spiel bleiben wird. Und so sollte es auch kommen. Von Beginn an zeigte sich, dass dieses Spiel von hoher Intensität geprägt ist. Insbesondere die Black Wolves, welche mit drei Reihen agieren konnten versuchten das Tempo hoch zu halten. Trotz des Tempos und der spielerischen Überlegenheit im ersten Drittel, stand zur ersten Pause lediglich ein 3:3 auf der Anzeigetafel, da man in der Defensive zu einfache Fehler machte. Diese konnte man in den zweiten 20 Minuten abstellen und blieb ohne Gegentor. Da die Black Wolves in der Offensive weiter am Ball blieben, konnte man mit einer 2-Tore Führung (5:3) in den Schlussabschnitt starten. Obwohl die Wölfe sich in der Kabine vorgenommen hatten jetzt ruhig zu bleiben und konzentriert weiter zu spielen, ging dieser Plan erstmal in die Hose. Innerhalb einer Minute kassierte man zwei Gegentore und es stand wieder Remis. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Nach zwei weiteren Gegentoren lagen die Black Mitte des Drittels Wolves mit zwei Toren zurück. Es folgte eine Phase, in der die Partie immer hitziger wurde und es einige Zeitstrafen hagelte. Ein richtiges Derby halt. So musste auf dem Spielfeld teilweise sogar mit 3 gegen 3 agiert werden. Aufgrund der drei Reihen kamen nun die konditionellen Reserven des PSV 90 Dessau zum tragen. Mit kühlem Kopf konnte man nun das Spiel wieder an sich reißen und fünf Tore in Folge erzielen. Der Endstand zum 10:7 war in Abwesenheit des eigentlichen Kapitäns Frank Ziemer der erste Sieg einer zweiten Mannschaft auf dem Großfeld.

Zum Derbysieg gegen Elster zieht Kapitän Sascha Marquardt folgendes Fazit:

Es ist ehrlich gesagt ein richtiges geiles Gefühl für mich, dass wir das Derby gewonnen haben. In unserer Aufstiegssaison unserer 1. Herren-Mannschaft im Jahr 2017 haben wir damals noch in der Liga gegen den UHC Elster verloren. Jetzt haben wir es sogar mit unserer zweiten Mannschaft geschafft den Derbysieg zu holen. Dennoch müssen wir uns stark an die eigene Nase fassen, dass wir das Spiel nach Provokationen fast noch aus der eigenen Hand gegeben haben.

Der Ausblick auf das kommende Wochenende

Nachdem in der vorherigen Woche der Spielplan prall gefüllt war, wird dieser in Richtung Herbstferien langsam ruhiger. So finden an Sams- und Sonntag jeweils nur ein Spieltag in der Heimspielstätte in Kochstedt statt. Die Junioren der U17 treffen dabei auf dem Großfeld auf die Red Devils Wernigerode und den UHC Sparkasse Weißenfels. Aufgrund der Tatsache, dass man die ersten beiden Punktspiele verlor, soll nun das Punktekonto endlich gefüllt werden. Am Sonntag darf dann der jüngere Jahrgang sein Können unter Beweis stellen. Auf dem Kleinfeld sind die TSG Füchse Quedlinburg und wie bereits am Vortrag die Red Devils aus Wernigerode Gäste der U15. Nach dem rekordreichen Start will die U15 ihre Favoritenstellung in der Staffel behaupten und wieder auf Tore- und Punktejagd gehen.

2. FBL - 3. Spieltag

Igels Dresden deklassieren Black Wolves

Am Tag der Deutschen Einheit trafen die Black Wolves im Auswärtsspiel auf die Unihockey Igels Dresden. Nachdem man am ersten Spieltag den Stadtrivalen USV TU Dresden bezwingen konnte, setzte es nach einem spielfreien Wochenende eine deutliche 1:14 Niederlage gegen die Igels Dresden in der 2. Floorball Bundesliga Ost.

Fehlstart im ersten Drittel

Bereits 40 Sekunden nach Anpfiff der Partie wurden die hohen Erwartungshaltungen der Black Wolves getrübt. Mit dem 0:1 Rückstand entwickelte sich in der Folge ein erstes Drittel, was die Dessauer so noch nicht erlebt hatten. Die Dresdner spielten sich phasenweise in einen Rausch und schossen den Black Wolves im ersten Spielabschnitt noch weitere sechs Gegentreffer ins Tor. Damit war die Auswärtsfahrt schon früh im Spiel vorentschieden.

Mehr Stabilität nach der ersten Pause

Obwohl auch das zweite Drittel an die Igels Dresden ging, konnte man hier nach und nach mehr Stabilität ins Spiel bringen. Nach dem zwischenzeitlichen 0:10, bei dem ein Tor im Rahmen einer Unterzahl gefallen ist, konnte die Wölfe ihren ersten und einzigen Treffer an diesem Abend erzielen. Nach Vorlage von Loris Gentzsch netzte Verteidiger Anton Unger zum 1:10 ein. Im Anschluss kassierte man durch Bruno Haltenorth, der neben Iven Teßmann Topscorer der Partie war, noch das 1:11 zum nächsten Pausenpfiff.

Erneut höchste Bundesliga-Niederlage

Im Schlussabschnitt trudelte das Spiel dann so vor sich hin. Die Dessauer hatten keine Chance mehr auf den Sieg und die Dresdner verteidigten ihre herausgespielte Führung souverän. Dennoch musste der Dessauer Torhüter wiederholt hinter sich ins Tor fassen. Weitere drei Gegentore besiegelten die deutliche 1:14 Niederlage in der Landeshauptstadt Sachsens. Das 1:14 bedeutet zugleich einen neuen Negativrekord für die Black Wolves. Nach dem 5:12 in der Vorsaison, ebenfalls gegen die Unihockey Igels Dresden, ist dies nun die höchste Bundesliga-Niederlage für die Floorballer des PSV 90 Dessau. Ob man das Ergebnis im Rückspiel in heimischer Halle korrigieren kann, wird sich zeigen.

Kapitän Justin Düben zieht aus der Niederlage folgende Schlüsse:

Wir haben wieder einmal gesehen, dass wir mit unseren jungen Mannschaft noch viel zu lernen haben. Jedoch müssen wir auch nach so einer hohen Niederlage positives aus dem Spiel ziehen. Denn an den erkannten Schwachstellen können wir nun arbeiten. In den nächsten drei Wochen müssen wir noch einmal ordentlich trainieren und uns auf das Derby gegen Halle vorbereiten.