Kategorie: Herren

2. FBL - 4 Spieltag

Black Wolves unterliegen Halle im Derby

Am Samstag, den 24. Oktober 2020 empfingen die Black Wolves den USV Halle Saalebiber zum Derby in der 2. Floorball Bundesliga Ost. Gegen die Hallenser kassierte man nach dem Debakel in Dresden die zweite Niederlage in Folge. Um das Saisonziel, die Playoffs-Teilnahme, weiter im Blick zu behalten, sollten jetzt alle Kräfte gebündelt werden.

Die Partie beginnt mit einem Fehlstart

Das Derby hätte für die Black Wolves gar nicht schlechter beginnen können. Bereits mit dem ersten Angriff der Saalebiber nach 13 Sekunden lag man mit 0:1 zurück und konnte auch in der Folge den starken Beginn der Hallenser nicht stoppen. So musste man bis zur 10. Minute drei weitere Gegentreffer hinnehmen, was sicherlich auch der kurzfristigen Reihenumstellung geschuldet war. Erst Mitte des ersten Drittels konnten die Dessauer durch Kapitän Justin Düben in einer Unterzahlsituation ihren ersten Treffer des Tages erzielen. Mit der Schlusssirene zur ersten Pause konnte Verteidiger und Spieler der Spiels Steven Pascal Kastner noch auf 2:4 verkürzen. Mit einer besseren Chancenverwertung hätten die Dessauer nach 20 Minuten sogar noch ein besseres Pausenergebnis erzielen können.

Ohne Tor im zweiten Drittel

Nach den beiden Anschlusstoren hofften alle Beteiligten auf einen Weckruf und eine Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt. Diese blieb aber zunächst aus, obwohl sich nun ein ausgeglicheneres Spiel ergab. Zwar konnten sich beide Teams Chancen erarbeiten, aber die Mehrzahl dieser lag auf Seiten des PSV 90 Dessau. Die scheiterten jedoch wiederholt am starken Torhüter der Saalebiber, der an diesem Abend den Unterschied ausmachte. Und wer Vorne die Tore nicht schießt, bekommt diese dann meistens selbst eingeschenkt. In den letzten fünf Minuten des mittleren Drittels kam dann das, was kommen musste. Halle erzielte drei Treffer in Folge und zog mit 2:7 weiter davon.

Schadensbegrenzung im Schlussabschnitt

Mit dem Wissen der sicheren Führung begannen die Saalebiber nach der letzten Pause noch kompakter und defensiver. Dennoch erspielten sich die Wölfe erneut einige Torabschlüsse, welche aber heute einfach nicht im Tor landen wollten. Und selbst nach dem Tor zum 3:7 durch den Magdeburger Quoc Anh Phan hatte man nicht das Gefühl, dass sich die Partie jetzt noch einmal wenden könnte. Nach einem weiteren Gegentreffer setzte Steven Pascal Kastner den sehenswerten Schlusspunkt zum 4:8, in dem man alle seine technischen Fähigkeiten begutachten konnte. Mit der zweiten Niederlage im dritten Spiel stehen die Black Wolves mit drei Punkten derzeit auf dem 5. Tabellenplatz in der 2. Floorball Bundesliga Ost. Ob man nach den beiden Niederlagen am nächsten Wochenende in Potsdam Wiedergutmachung betreiben kann, wird sich aufgrund der aktuellen Corona-Lage erst im Verlauf der Woche noch zeigen.

Kapitän und Mitglied des Spielerrates Justin Düben zur Niederlage im Derby:

So eine Niederlage ist sehr schade. Gerade wenn das Spiel lange Zeit auf Augenhöhe ist und man es in wenigen Minuten aus der Hand gibt. Unsere Schwächen haben wir bereits erkannt und werden diese Woche daran arbeiten, um es gegen FBBC Havel besser zu machenein optimales Spiel zeigen zu können.

U19 Nati

Interview mit Sascha Marquardt zum Posten als Co-Trainer der U19 Nationalmannschaft

Neben seiner Tätigkeit als Vize-Abteilungsleiter, Jugendkoordinator und Teammanager der 2. Bundesliga Mannschaft der Black Wolves füllt Sascha Marquardt noch einen weiteren Posten mit Leidenschaft und Begeisterung aus. Als Co-Trainer der U19 Nationalmannschaft unter dem Schweizer Headcoach Thomas Berger ist Sascha Marquardt in dieser Woche zum Trainingslager nach Lilienthal unterwegs. Zu seiner Tätigkeit haben wir Ihn im Vorfeld einige Fragen gestellt.

Allgemein:

Wie bist du zu dem Job als Co-Trainer bei der U19 Nationalmannschaft gekommen und seit wann führst du den Posten aus?

Der zu diesem Zeitpunkt bereits tätige Headcoach Thomas Berger hat mich bei der Sommer-Trophy 2019 in Dippoldiswald gefragt, ob ich Interesse habe an seiner Seite den Posten des Co-Trainers zu übernehmen. Zunächst war ich überrascht von der Anfrage, fühlte mich dann aber geehrt, dass man mich dafür geeignet hielt. Nach meiner Zusage bin ich somit seit September 2019 Teil des Staffs.

Was hat dich an der Aufgabe gereizt und hast du schnell zugesagt oder mit der Entscheidung länger gewartet?

Gereizt hat mich alleine schon die neue Aufgabe und natürlich die enge Zusammenarbeit mit Thomas, auch wenn ich wusste, dass ich dafür die Betreuung der Landesauswahl Sachsen-Anhalts aufgeben muss. Leider doppeln sich in der Regel die Termine in den IFF-Wochen, so dass ich Beides nicht ausüben kann. Mir war es aber wichtig, dass ich mit Justin Düben einen tollen Nachfolger gefunden habe.

U19 NatiWie ist deine Beziehung zum Chef-Trainer und den anderen Co-Trainern?

Aus meiner Sicht hatten wir bisher ein sehr gutes Arbeiten miteinander. Die Chemie im Staff stimmt und das ist auch ein wichtiger Bestandteil für unsere Arbeit. Von der engen Zusammenarbeit mit Thomas können wir alle profitieren und viel dazu lernen.

Worin bestehen deine Kernaufgaben im Team?

Ich bin im Team für das Zeitmanagement und alle statistischen Sachen verantwortlich. Das sind auch Themen die mir sehr gut liegen. Beispielsweise überwache ich die Zeiten für einzelne Übungen oder die Länge der Turns im Spiel. Statistisch bereite ich die Physiswerte der Leistungstests auf und führe detaillierte Aufzeichnungen über Penaltys und gewonnene oder verlorene Bullys.

Gibt es auch Aufgaben, die du zwischen den Lehrgängen erledigen musst?

Ja klar, es findet immer eine Auf- und Nachbereitung der Lehrgänge statt. Zudem schaut man sich viele Spiele im Junioren- und Herrenbereich an, um vielleicht doch noch den ein oder anderen interessanten Spieler zu finden. Wir wollen unbedingt vermeiden, dass uns ein talentierter Spieler durchs Raster fällt.

Wie oft trefft ihr euch in der Regel pro Jahr und wie sieht grob dein Tagesablauf aus?

Wir haben nur vier oder fünf Termine pro Jahr. Das ist leider nicht viel, auch wenn es sich im ersten Moment nicht so anhört. Deshalb müssen wir an den wenigen Wochenenden auch sehr gut trainieren und die Zeit möglichst effizient nutzen.

Der Tagesablauf gestaltet sich bei mir wie folgt. Zunächst einmal stehen wir gemeinsam früh auf, was für mich aber kein Problem ist. Danach geht es schnell frühstücken und dann ab zur ersten Trainingseinheit. Von denen haben wir meistens zwei bis drei pro Tag. Hier übernehme ich, wie auch mein Kollege Tilmann, einige Übungen in den Einheiten. Nach den Einheiten werte ich dann meist die aufgenommenen Daten wie vorhin bereits beschrieben aus. In den Pausen, welche die Spieler zur Regeneration nutzen, führen wir im Rahmen des Lehrgangs mit jedem Einzelnen ein separates Spielergespräch. Diese gehen meist sogar bis tief in die Nacht.

Was ist für dich der positivste und der negativste Aspekt des Postens?

Positiv ist auf jeden Fall die Arbeit mit den Spielern und dem Staff. Natürlich ist es in meiner Funktion von Vorteil, dass ich gerne mit Zahlen arbeite. Dies begleitet mich bereits seit meiner Jugend und hält bis heute an. Nicht so optimal sind teilweise langen Anreisen, obwohl ich mit dem Wohnort Dessau schon eher zentral liege. Anderen geht da deutlich schlechter.

Könntest du dir später einmal vorstellen Cheftrainer einer Nationalmannschaft zu werden?

Ich glaube, dass es bessere Kandidaten dafür geben würde, aber ich würde bei einer Anfrage zumindest überlegen.

U19 NatiWas ist dein persönliches Ziel für die U19 WM in Prag im nächsten Jahr und welches Ziel verfolgt das ganze Team?
Zunächst ist es schon große Ehre überhaupt mal bei einer WM dabei zu sein. Aber natürlich fahren wir dort nicht hin, um zu verlieren. Wir wollen zusammen als Team den Klassenerhalt schaffen. Ich versuche die Jungs abseits des Spielfeldes bestens vorzubereiten und zu unterstützen.

Was war der bisher prägendste Moment in deiner Co-Trainer Laufbahn?
Ich denke, dass dieser noch bei der WM im Mai kommt. Bislang war es der Teamabend beim Sommerlager in Frankfurt am Main. Dieser war einfach sehr lustig man hat richtig gemerkt, wieviel Spaß es allen gemacht hat und wie gut die Jungs und der Staff als Team zusammengewachsen sind.

Entweder oder…?:

Schweden oder Finnland?
Schweden… ist einfach besser.

Technik oder Taktik?
Technik… weil es die Grundlage im Floorball ist

Tor oder Vorlage?
Tor… als Stürmer muss ich das sagen

Risiko oder Sicherheit?
Sicherheit… da bin ich von meiner Studienzeit geprägt

Talent oder Training?
Training …Training und harte Arbeit ersetzen kein Talent

Vervollständige die folgenden Sätze:

Auf der Bank bin ich …
… zurückhaltend und analytisch.

An der Sportart Floorball würde ich verbessern, dass …
… ich sie anders nennen würde. Ich denke man hätte bessere Alternativen zu Unihockey oder Floorball finden können. Mit dem Spiel an sich bin ich aber sehr zufrieden.

Wenn wir den Titel in Prag gewinnen, …
gibt es für mich kein Halten mehr. 🙂

Mehr Bilder und Infos der U19 Nationalmannschaft findet ihr auf Facebook oder Instagram.

Verwendete Fotos: U19 Floorball Natio Herren

Juniorenspieltage

Ein fast perfektes Wochenende

An diesem Wochenende standen für die Black Wolves keine Reisen auf dem Programm, da beide Spieltage in der Sporthalle Kochstedt ausgetragen wurden. Zuerst versuchte die U17 auf dem Großfeld den Fehlstart am ersten Spieltag vergessen zu machen. Nach den beiden Niederlagen sollten nun die ersten Punkte gegen die Red Devils Wernigerode und den UHC Sparkasse Weißenfels her. Am Sonntag hieß es dann für die U15 weiter Punkte zu sammeln. Nachdem man vor zwei Wochen bereits die volle Ausbeute holte, sollte dies auch auf dem Kleinfeld gegen die TSG Füchse Quedlinburg und die Red Devils Wernigerode gelingen.

U17 holt mit starken Leistungen drei Punkte

Die U17, welche vor zwei Wochen in Halle (Saale) keinen guten Start auf dem Großfeld erwischte, wollte vor den eigenen Fans unbedingt Wiedergutmachung betreiben. So traf man am Samstag in Kochstedt auf die Red Devils aus Wernigerode und den UHC Sparkasse Weißenfels. In der ersten Partie ging es pünktlich um 10:00 Uhr gegen die Wernigeröder. Nach einem langen Abtasten auf beiden Seiten konnten die Black Wolves nach vielen vergeben Chancen endlich die erste Führung im ersten Drittel erzielen. Auch nach der Pause ergab sich ein unverändertes Bild. Die Dessauer hatten mehr Spielanteile und die besseren Tormöglichkeiten, welche aber immer noch nicht konsequent genutzt wurden. Nach einem 1:1 im zweiten Drittel ging man somit nur mit einer knappen Führung in den Schlussabschnitt. In diesem fielen dann endlich die überfälligen Tore, die nun auch den Spielanteilen entsprachen. Die Red Devils konnten lediglich in der Schlusssekunde noch den Anschluss zum 2:7 herstellen. Die ersten Punkte für die Black Wolves waren somit erreicht.

Nach zwei Spielen Pause stand die Partie gegen den UHC Sparkasse Weißenfels an. Dieser spielstarke Jahrgang der Weißenfelser stellten die Black Wolves bereits in vergangenen Jahren immer wieder vor Probleme. So auch erneut an diesem Wochenende. Mit tollen Kombinationen ließ der UHC die Wölfe nur schwer ins Spiel kommen und zwang diese damit immer wieder zu Fehlern. Aus dem hohen Druck entstehen im ersten Abschnitt unter anderem zwei Eigentore, die letztlich zum 0:5 Rückstand nach 15 gespielten Minuten führten. Im zweiten Drittel konnte man das Defensivverhalten mit zunehmender Manndeckung stabilisieren und in Folge auch vereinzelte Akzente in der Offensive setzen. Nach einem mustergültigen Passspiel gelang somit auch der erste Treffer der Black Wolves zum 1:8. Mit diesem Rückstand ging es auch ins letzte Drittel. Hier konnte man an die Leistung aus dem zweiten Drittel anknüpfen und das Spiel offener gestalten. Am Ende verlor man dennoch deutlich und verdient mit 2:12. Nach vier Spielen und mit drei Punkten im Gepäck steht man auf einem vorläufigen 5. Tabellenplatz.

Jugendkoordinator Sascha Marquardt führt zum Heimspieltag der U17 wie folgt aus:

Ehrlich gesagt, habe ich gemischte Gefühle. Im ersten Spiel gegen Wernigerode hat vieles schon gut funktioniert. Einzig die Chancenverwertung war nicht optimal. Dies haben wir im letzten Drittel dann aber verbessert. Gegen Weißenfels hatte ich mir mehr gewünscht, da wir an diese Truppe näher herankommen wollen. Aber wir mussten leider feststellen, dass sie uns noch einen Schritt voraus sind. Wir haben aber das Rückspiel noch vor uns, in dem wir den Abstand wieder etwas verkleinern wollen.

U15 behält auf dem Kleinfeld weiterhin die weiße Weste

Am Sonntag stand in Dessau dann der Umbau von Großfeld auf Kleinfeld an. Im 3 gegen 3 traf die U15 der Black Wolves auf die TSG Füchse Quedlinburg und die Red Devils Wernigerode. Nachdem man am ersten Spieltag in Salzwedel einige neue Rekorde aufgestellt hatte und souverän sechs Punkte holte, wollte man in Dessau natürlich die weiße Weste wahren. Das Spiel gegen die Füchse, in dem man der klare Favorit auf den Sieg war, startete aber direkt mit einem Gegentor nach 17 Sekunden. Zwar stellten die Dessauer danach ihre Favoritenstellung unter Beweis, aber leisteten sich in der Defensive weiterhin einige unnötige Aussetzer. Dennoch ergab sich eine klare 15:4 Halbzeitführung, obwohl man auch im Angriff noch viele Chance ungenutzt ließ. In der zweiten Halbzeit agierten die Black Wolves dann kompakter und konzentrierter, so dass sich ein ungefährdeter 32:6 Sieg gegen tapfer kämpfende Füchse herausstellte.

Nach einem Spiel Pause folgte die Begegnung gegen die Red Devils Wernigerode. Hier begann man von Beginn an stark und war in Angriff und Verteidigung sehr konsequent. Bereits nach drei Minuten führte der PSV 90 Dessau mit 3:0 und die Wölfe bauten den Vorsprung innerhalb der ersten 20 Minuten auf 9:0 weiter aus. Die Devils hatten zu diesem Zeitpunkt kaum Torchancen und haderten teilweise unbegründet mit vielen Schiedsrichterentscheidungen. Nach der tollen ersten Hälfte kamen die Devils nun etwas besser ins Spiel und forderten die Black Wolves etwas mehr. Dennoch spielte man die Partie souverän zu Ende und gewann völlig verdient mit 19:4 vor den eigenen Fans. Mit der vollen Punktausbeute und einem sagenhaften Torverhältnis von 119:18 nach vier Spielen ist der PSV 90 Dessau punktgleich mit dem USV Halle Saalebiber auf dem ersten Tabellenplatz.

Zu den beiden souveränen Erfolgen tätigt Sascha Marquardt folgende Aussagen:

Es ist schwer die Spiele richtig einzuordnen. Wir waren in beiden Spielen deutlich überlegen. Aber es gibt immer noch viele Momente, in denen wir nicht die richtige Entscheidung treffen. Wir haben also noch etwas Arbeit bis zu den Playoffs vor uns. Aber trotzdem sind die 119 Tore in vier Spielen eine richtige Hausnummer.

Der Ausblick auf die kommenden Spiele

Aufgrund der IFF-Woche finden am kommenden Wochenende keine Spiele für Black Wolves statt. Nachdem dann am 24. Oktober 2020 der nächste Heimspieltag unserer Bundesligamannschaft gegen den USV Halle Saalebiber stattfindet, folgt am Reformationstag das dritte Ligaspiel der 2. Mannschaft gegen die Black Lions Landsberg in Halle (Saale). In Halle möchte man an die spielerische Leistung aus dem Spiel gegen den UHC Elster anschließen und die nächsten drei Punkte holen.

 

 

Juniorenspieltage

Voller Spielplan zum Oktoberbeginn

Am ersten Oktoberwochenende waren die Junioren der U13, der U15 und der U17 im Einsatz. Zudem bestritt auch die 2. Herrenmannschaft den nächsten Spieltag. Die U13 und die Herren konnten ihr Können beim Heimspieltag vor den eigenen Fans unter Beweis stellen. Hingegen mussten die U15 und U17 weite Reisen nach Jena und Wernigerode antreten.

U15 verliert erneut den Kampf gegen Leipzig

Zum Tag der Deutschen Einheit reisten aufgrund der Zuschauerbeschränkungen zwei Busse des PSV 90 nach Jena. Beim Großfeldspieltag der U15 trafen die Black Wolves auf den SC DHfK Leipzig und die Floorball Pinguine aus Jena. In der ersten Partie stieg gleich das Duell gegen den DHfK Leipzig. Gegen die Leipziger verlor man bereits das Hinspiel mit 1:3. Daher wollte man hier unbedingt Revanche nehmen und die Liga spannend halten. Früh in der Partie kassierte man eine unglückliche Zeitstrafe, die der DHfK mit dem anschließenden Freischlag sofort bestrafte. Von dem Rückstand zeigten sich die Black Wolves unbeeindruckt und glichen sehenswert zum 1:1 aus. In einem ausgeglichenen ersten Drittel konnten die Leipziger dennoch erneut in Führung gehen. Im zweiten Spielabschnitt war man dann die bessere Mannschaft und konnte Leipzig teilweise tief in die eigene Hälfte drängen. Somit kamen die Black Wolves verdient zum wiederholten Ausgleich (2:2). Im letzten Drittel war bei beiden Teams die Anspannung deutlich spürbar. Am Ende hatte Leipzig wieder die besseren Argumente auf ihrer Seite. Die Partie gegen den stärksten Widersacher ging daher knapp mit 2:3 verloren. Mit der Kampfansage im Frühjahr 2021 die Playoffs gewinnen zu wollen, warten alle Beteiligten mit Spannung aus das nächste Aufeinandertreffen.

Nach einem Spiel Verschnaufpause folgte die Begegnung gegen die Floorball Pinguine Jena. Wie bereits am ersten Spieltag ergab sich gegen Jena ein komplett anderes Spiel als gegen Leipzig. Mit drückender Überlegenheit agierte man über alle Drittel hinweg. Die Pausenstände von 9:0 und 14:0 zeigen dies auch auf dem Papier. Im letzten Spielabschnitt mussten man zwar nach einem Konter noch ein Gegentor hinnehmen, welches aber der Ehrentreffer für die Pinguine blieb. Neun weitere Treffer führten zum 23:1 Endstand.

Zu den beiden Partien tätigt Jugendkoordinator Sascha Marquardt folgende Aussagen:

Irgendwie fühlt sich dieser Spieltag wie eine Kopie vom Spieltag in Leipzig an. Wir hatten die gleichen Gegner und auch die gleichen Resultate. Die erneut knappe Niederlage gegen den SC DHfK Leipzig war nicht nötig. Aber auch hier geht es mit Blick nach vorn weiter. Ich habe das Gefühl, dass man sich in den Playoffs wieder über den Weg läuft. Dort haben wir vor zwei Jahren gute Erfahrungen gemacht. Gegen Jena waren wir heute nicht so effektiv wie im Hinspiel, hatten das Spiel aber jederzeit gut unter Kontrolle.

Zwei knappe Niederlagen für die U13 in Dessau

Für die U13 stand bereits der fünfte Spieltag in Folge an. Damit sind diese Junioren die bisher Aktivsten der Black Wolves Familie in der aktuellen Saison. An diesem Wochenende empfing die U13 in Kochstedt die Red Devils aus Wernigerode und den UHC Sparkasse Weißenfels. Gegen die Wernigeröder erwischten die Black Wolves leider keinen guten Start und lagen in der 6. Minute schon mit 0:4 zurück. Den Anschlusstreffer konterten die Devils zum 1:5 Pausenstand. Nach Wiederanpfiff legten die Wölfe einen Zahn zu und schafften so drei Minuten vor dem Ende der Partie den direkten Anschluss. In der spannenden Schlussphase konnten beide Teams jeweils noch einen Treffer erzielen, so dass die Begegnung knapp zu Gunsten der Devils ausging (6:7).

Nach dem Krimi gegen Wernigerode folgte das Aufeinandertreffen mit dem UHC Sparkasse Weißenfels. Entgegen dem vorherigen Spiel konnten sich die Black in der ersten Hälfte einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Der Gegentreffer zum 3:6 nur fünf Sekunden vor Ertönen der Sirene schmerzte aber unwahrscheinlich. In der zweiten Spielhälfte schaffte es der UHC Schritt für Schritt der Vorsprung zu verkürzen. Man konnte förmlich sehen, wie die Kräfte der Black Wolves nachließen und so kam schließlich eins zum anderen. Eine Minute vor Abpfiff erzielten die Weißenfelser entscheidenden Treffer zum 9:8 und die Dessauer blieben an diesem Spieltag nach zwei unfassbaren engen Spielen ohne Punkte.

Die ärgerlichen Niederlagen der U13 ordnet Sascha Marquardt wie folgt ein:

Verliert man gegen zwei starke Gegner mit jeweils einem Tor Unterschied, weiß man genau, wie ärgerlich dies ist. Das ist am Ende eine ganz bescheidene Situation, weil man sich für die harte Arbeit nicht belohnt. Wir müssen aber auch da positives mitnehmen. Mit einer solchen Leistung haben wir gezeigt, dass wir alle Gegner schlagen können.

Hohe Siege für die U17 zum Kleinfeldstart

Ebenfalls am Sonntag folgte für die U17 der lang ersehnte Start auf dem Kleinfeld. In Wernigerode traf man dabei auf den USV Halle Saalebiber und die Red Devils Wernigerode. Unter der Leitung von Jugendkoordinator Sascha Marquardt durften die ältesten Junioren im ersten Spiel gegen die Saalebiber antreten. Diese fügten den Black Wolves in der 2. Minute den ersten, aber auch einzigen Rückstand zu. Im Verlauf der ersten Halbzeit fanden die Wölfe zunehmend mehr ins Spiel und konnten sich so eine komfortable Führung (4:10) herausspielen. In der zweiten Hälfte spielten die Black Wolves ihre Dominanz weiter aus. Einem Gegentor, ein Eigentor des PSV 90 Dessau, standen elf weitere Treffer gegenüber. Mit gut funktionierenden Reihen gewann man am Ende schließlich deutlich mit 5:21.

Im zweiten Spiel des Tages trafen die Black Wolves dann auf den Gastgeber aus Wernigerode. Diese Partie nahm in der frühen Phase einen eher überraschenden Verlauf. Nach einer zeitigen Führung verlor man kurzzeitig den Faden und ging mit 1:3 in Rückstand. So konnte die Black Wolves erst in der 10. Minute die Führung zurückerobern und wieder befreiter aufspielen. Zum Halbzeitpfiff stand somit nun doch ein souveränes 11:4 auf der Anzeigetafel. Auch im zweiten Durchgang zogen die Wölfe ihr Spiel weiter durch und standen jetzt auch in der Defensive viel stabiler. Somit konnte man erfreulicherweise 20 Minuten ohne Gegentor bleiben, ohne das Offensivspiel zu vernachlässigen. Der Endstand von 20:4 ist somit ein nächstes Ausrufezeichen an die Ligakonkurrenten.

Sascha Marquardt zum hervorragenden Start der U17 auf dem Kleinfeld:

Wir haben heute zwei starke Spiele gezeigt und in beiden Spielen mehr als 20 Tore erzielt. Das ist super, dennoch sehe ich noch einiges an Verbesserungsbedarf. Gerade die Gegentore, die jeweils in der ersten Halbzeit fielen, waren oft sehr unnötig. Aber wir sind erstmal sehr zufrieden mit den Spielen und wollen im Kleinfeld am Ende weit oben stehen.

Derbysieger, Derbysieger…Hey, Hey

Nach der Niederlage gegen Halle am ersten Spieltag, stand nun das Derby gegen den UHC Elster an. Bereits vor der Partie war allen Beteiligten klar, dass dieses Aufeinandertreffen aufgrund der Historie beider Vereine kein gewöhnliches Spiel bleiben wird. Und so sollte es auch kommen. Von Beginn an zeigte sich, dass dieses Spiel von hoher Intensität geprägt ist. Insbesondere die Black Wolves, welche mit drei Reihen agieren konnten versuchten das Tempo hoch zu halten. Trotz des Tempos und der spielerischen Überlegenheit im ersten Drittel, stand zur ersten Pause lediglich ein 3:3 auf der Anzeigetafel, da man in der Defensive zu einfache Fehler machte. Diese konnte man in den zweiten 20 Minuten abstellen und blieb ohne Gegentor. Da die Black Wolves in der Offensive weiter am Ball blieben, konnte man mit einer 2-Tore Führung (5:3) in den Schlussabschnitt starten. Obwohl die Wölfe sich in der Kabine vorgenommen hatten jetzt ruhig zu bleiben und konzentriert weiter zu spielen, ging dieser Plan erstmal in die Hose. Innerhalb einer Minute kassierte man zwei Gegentore und es stand wieder Remis. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Nach zwei weiteren Gegentoren lagen die Black Mitte des Drittels Wolves mit zwei Toren zurück. Es folgte eine Phase, in der die Partie immer hitziger wurde und es einige Zeitstrafen hagelte. Ein richtiges Derby halt. So musste auf dem Spielfeld teilweise sogar mit 3 gegen 3 agiert werden. Aufgrund der drei Reihen kamen nun die konditionellen Reserven des PSV 90 Dessau zum tragen. Mit kühlem Kopf konnte man nun das Spiel wieder an sich reißen und fünf Tore in Folge erzielen. Der Endstand zum 10:7 war in Abwesenheit des eigentlichen Kapitäns Frank Ziemer der erste Sieg einer zweiten Mannschaft auf dem Großfeld.

Zum Derbysieg gegen Elster zieht Kapitän Sascha Marquardt folgendes Fazit:

Es ist ehrlich gesagt ein richtiges geiles Gefühl für mich, dass wir das Derby gewonnen haben. In unserer Aufstiegssaison unserer 1. Herren-Mannschaft im Jahr 2017 haben wir damals noch in der Liga gegen den UHC Elster verloren. Jetzt haben wir es sogar mit unserer zweiten Mannschaft geschafft den Derbysieg zu holen. Dennoch müssen wir uns stark an die eigene Nase fassen, dass wir das Spiel nach Provokationen fast noch aus der eigenen Hand gegeben haben.

Der Ausblick auf das kommende Wochenende

Nachdem in der vorherigen Woche der Spielplan prall gefüllt war, wird dieser in Richtung Herbstferien langsam ruhiger. So finden an Sams- und Sonntag jeweils nur ein Spieltag in der Heimspielstätte in Kochstedt statt. Die Junioren der U17 treffen dabei auf dem Großfeld auf die Red Devils Wernigerode und den UHC Sparkasse Weißenfels. Aufgrund der Tatsache, dass man die ersten beiden Punktspiele verlor, soll nun das Punktekonto endlich gefüllt werden. Am Sonntag darf dann der jüngere Jahrgang sein Können unter Beweis stellen. Auf dem Kleinfeld sind die TSG Füchse Quedlinburg und wie bereits am Vortrag die Red Devils aus Wernigerode Gäste der U15. Nach dem rekordreichen Start will die U15 ihre Favoritenstellung in der Staffel behaupten und wieder auf Tore- und Punktejagd gehen.

2. FBL - 3. Spieltag

Igels Dresden deklassieren Black Wolves

Am Tag der Deutschen Einheit trafen die Black Wolves im Auswärtsspiel auf die Unihockey Igels Dresden. Nachdem man am ersten Spieltag den Stadtrivalen USV TU Dresden bezwingen konnte, setzte es nach einem spielfreien Wochenende eine deutliche 1:14 Niederlage gegen die Igels Dresden in der 2. Floorball Bundesliga Ost.

Fehlstart im ersten Drittel

Bereits 40 Sekunden nach Anpfiff der Partie wurden die hohen Erwartungshaltungen der Black Wolves getrübt. Mit dem 0:1 Rückstand entwickelte sich in der Folge ein erstes Drittel, was die Dessauer so noch nicht erlebt hatten. Die Dresdner spielten sich phasenweise in einen Rausch und schossen den Black Wolves im ersten Spielabschnitt noch weitere sechs Gegentreffer ins Tor. Damit war die Auswärtsfahrt schon früh im Spiel vorentschieden.

Mehr Stabilität nach der ersten Pause

Obwohl auch das zweite Drittel an die Igels Dresden ging, konnte man hier nach und nach mehr Stabilität ins Spiel bringen. Nach dem zwischenzeitlichen 0:10, bei dem ein Tor im Rahmen einer Unterzahl gefallen ist, konnte die Wölfe ihren ersten und einzigen Treffer an diesem Abend erzielen. Nach Vorlage von Loris Gentzsch netzte Verteidiger Anton Unger zum 1:10 ein. Im Anschluss kassierte man durch Bruno Haltenorth, der neben Iven Teßmann Topscorer der Partie war, noch das 1:11 zum nächsten Pausenpfiff.

Erneut höchste Bundesliga-Niederlage

Im Schlussabschnitt trudelte das Spiel dann so vor sich hin. Die Dessauer hatten keine Chance mehr auf den Sieg und die Dresdner verteidigten ihre herausgespielte Führung souverän. Dennoch musste der Dessauer Torhüter wiederholt hinter sich ins Tor fassen. Weitere drei Gegentore besiegelten die deutliche 1:14 Niederlage in der Landeshauptstadt Sachsens. Das 1:14 bedeutet zugleich einen neuen Negativrekord für die Black Wolves. Nach dem 5:12 in der Vorsaison, ebenfalls gegen die Unihockey Igels Dresden, ist dies nun die höchste Bundesliga-Niederlage für die Floorballer des PSV 90 Dessau. Ob man das Ergebnis im Rückspiel in heimischer Halle korrigieren kann, wird sich zeigen.

Kapitän Justin Düben zieht aus der Niederlage folgende Schlüsse:

Wir haben wieder einmal gesehen, dass wir mit unseren jungen Mannschaft noch viel zu lernen haben. Jedoch müssen wir auch nach so einer hohen Niederlage positives aus dem Spiel ziehen. Denn an den erkannten Schwachstellen können wir nun arbeiten. In den nächsten drei Wochen müssen wir noch einmal ordentlich trainieren und uns auf das Derby gegen Halle vorbereiten.

2. FBL - 3. Spieltag

Auf Dresden folgt Dresden

Nach dem am Ende knappen Erfolg über den USV TU Dresden am ersten Spieltag folgt nach einem spielfreien Wochenende die Partie gegen das zweite Dresdner Team der 2. Floorball Bundesliga Ost. Am Tag der Deutschen Einheit treffen die Black Wolves in der sächsischen Landeshauptstadt auf die Unihockey Igels Dresden.

Revanche für höchste Niederlage in der Bundesliga

Bis dato gab es zwischen den Black Wolves und den Unihockey Igels Dresden nur ein direktes Aufeinandertreffen, welches den Dessauern in keiner guten Erinnerung geblieben ist. Im Dezember 2019 musste man im ersten Zweitligajahr gegen die Sachsen die bis zum heutigen Zeitpunkt höchste Niederlage in der 2. Bundesliga hinnehmen. Beim deutlichen und verdienten 5:12 waren die Dresdner die klar bessere Mannschaft und landeten am Ende damit auch knapp vor dem PSV 90 Dessau in der Abschlusstabelle. Das Rückspiel und zeitgleich letzte Ligaspiel der abgelaufenen Saison, welches für den 15. März 2020 angesetzt war, musste aufgrund der damals beginnenden Corona Pandemie abgesagt werde. Somit besteht erst an diesem Wochenende die Möglichkeit Revanche für Niederlage zu nehmen.

In dem schnellen, direkten und offensiven Spiel der Igels Dresden ragt besonders ein Mann heraus. Der Tscheche Daniel Hulič ist mit über 40 Jahren zwar nicht mehr im besten Floorballalter, aber dennoch der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Sachsen. Obwohl der Center über die Jahre an Schnelligkeit verloren hat, zeichnen ihn seine unglaubliche Ballsicherheit und sein sehr gutes Auge für die Mitspieler aus. Immer wieder setzt Hulič seine Stürmer gekonnt in Szene und sorgt somit für reichlich Scorerpunkte.

Aufgrund der Tatsache, dass das erste Punktspiel der Unihockey Igels Dresden wegen fehlender Schiedsrichter abgesagt wurde, lässt sich auch bei diesem Gegner noch keine aktuelle Form ableiten. Am vergangenen Wochenende, an dem die Black Wolves den Spieltag vor dem Rechner verfolgten, trafen die Igels im Stadtderby auf den letzten Gegner der Dessauer. Gegen den USV TU Dresden feierten die Stadtrivalen einen ungefährdeten 18:2 Erfolg.

Mit besserer Defense zum nächsten Sieg

Im Gegensatz zur Niederlage im Dezember 2019 ist das Ziel Black Wolves in der Defensive deutlich besser und kompakter zu stehen. Nicht noch einmal möchte man 12 Gegentore kassieren. Nachdem auch am ersten Spieltag die Verteidigung im letzten Drittel mehr und mehr vernachlässigt wurde, sind diese Dinge im Nachgang nochmal angesprochen wurden. So möchten die Dessauer insbesondere die Zuspiele auf und von Daniel Hulič im Keim ersticken und das eigene Tempospiel dem Gegner aufzwingen. Nach aktuellem Stand geschieht dies an diesem Wochenende ohne die mit der Zweitlizenz ausgestatteten Magdeburger Spieler. Hingegen kann man wohl erstmalig auf Steven Pascal Kastner, der sein Erstspielrecht bei den Red Devils Wernigerode besitzt, zurückgreifen. Seine Bundesligaerfahrung wird in dem Topspiel sicherlich hilfreich sein.

Justin Düben zum Spiel: „Mit den Igels aus Dresden erwartet uns ein sehr starker Gegner, die mit ihrem ersten Sieg gegen TU Dresden ein Ausrufezeichen gesetzt haben. Um an diesem Wochenende einen Sieg mit nach Dessau zu nehmen, müssen wir an die Leistung aus den ersten zwei Dritteln aus unserem ersten Spiel anknüpfen. Ich gehe davon aus, dass die Fans ein spannendes Spiel erwarten können, da wir wie immer alles geben werden um zu gewinnen.”

Hinweis: Laut Hygieneverordnung der Unihockey Igels Dresden besitzen wir als Gastteam ein maximales Zuschauervolumen von 15 Personen. Bis spätestens einen Tag vor dem Spiel muss gemeldet werden, ob wir dieses Kontingent voll ausnutzen werden. Der Eintritt beträgt 3 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder.

 

1. Spieltag 2. FBL

Blitzstart wird zur Zitterpartie

Am Samstag starteten die Herren mit dem ersten Ligaspiel in die 2. Floorball Bundesliga Ost. Beim Heimspiel vor 70 Zuschauern gastierte mit dem USV TU Dresden ein Aufsteiger aus Regionalliga in Dessau. Nach einem sensationellem Spielbeginn wurde der 11:9 Sieg am Ende nochmal zur Zitterpartie.

Vier Sekunden bis zur Führung

Der Einstand in die zweite Bundesliga Saison hätte nicht besser laufen können. Bereits vier Sekunden nach dem ersten Bully zappelte der erste Ball im Netz der Sachsen. Nach dem Bullygewinn von Jeremy Beil und Zuspiel von Justin Düben holte sich Luc Gentzsch den ersten Treffer in der gesamten 2. Floorball Bundesliga Ost. Wer nun dachte, dass sich nach der frühen Führung die Partie beruhigen würde, musste sich eines besseren belehren lassen. Denn nach weiteren 46 Sekunden schlug das Stürmer Duo erneut zu. So legte auch das 2:0 unser Kapitän Luc Gentzsch mustergültig auf. Ehe Luc Gentzsch bereits seinen dritten Treffer feiern konnte, erhöhte in der Zwischenzeit Verteidiger Paul Nebelung zum 3:0. Dem ersten Gegentreffer folgten die sehenswerten Tore von Justin Düben und Lukas Justin Kastner. Nach den ersten 20 Minuten stand es somit deutlich 6:1 für die Black Wolves.

Führung weiter ausgebaut

Im zweiten Spielabschnitt mussten die Dessauer früh den nächsten Gegentreffer hinnehmen. Eine Aufholjagd der Dresdner folgte zu diesem Zeitpunkt des Spiels aber noch nicht. Die Black Wolves nutzen jetzt wieder die ihnen geboten Räume und erzielten vier Treffer in Folge. Die Torschützen waren Kevin Ganz, Carlo Evan Gentzsch, erneut Kevin Ganz und Lukas Justin Kastner mit seinem zweiten Tor des Tages. Nach ziemlich genau 33 Minuten und dem zwischenzeitlichen 10:2 schien die Partie damit entschieden zu sein. Aber weit gefehlt. Mit dem nächsten Gegentreffer zum 10:3 ging es dann ins spannende letzte Drittel.

Einbruch im letzten Drittel

Mit Beginn des letzten Spielabschnitts mussten sich dann alle anwesenden Zuschauer die Augen reiben. Von den beiden ersten starken Dritteln war quasi nichts mehr zu sehen und Dresden spielte auf einmal groß auf. In sage und schreibe 4 Minuten und 21 Sekunden erzielten die Sachsen fünf Tore in Folge. In diesem Augenblick war auf einmal wieder richtig Feuer in der Partie. Zwar konnten sich die Dessauer nach den glücklosen Anfangsminuten wieder stabilisieren, aber fanden nicht mehr in den Rhythmus der ersten Drittel zurück. Knapp drei Minuten vor Ende der Partie konnte man dank eines Eigentores des USV wieder einen 3 Tore Abstand herstellen. Dieser war aber auch nicht von langer Dauer, da Dresden nochmals den Anschluss zum 11:9 schaffte. Das Tor zum 11:9 war dann aber die letzte nennenswerte Szene des Spiels und so retteten die Black Wolves den Sieg über die Zeit. Letztendlich bleiben die erhofften und wichtigen drei Punkte in Dessau. In einer noch nicht aussagekräftigen Tabelle rangieren die Black Wolves vorerst auf Platz 2 hinter dem USV Halle Saalebiber. Mit einem Tor und vier Vorlagen wird Kapitän Justin verdient Spieler des Spiels.

Teammanager Sascha Marquardt zieht folgendes Fazit:

Manchmal frage ich mich tatsächlich, ob wir auch ganz normale Spiele abliefern können. Wir haben einen perfekten Start erwischt und hatten das Spiel voll unter Kontrolle. Dresden hatte zwar einige gute Chancen, aber wir waren schon das bessere Team. Im letzten Drittel lief dann plötzlich nichts mehr. Wir haben nicht optimal verteidigt und bei Dresden war gefühlt jeder Schuss ein Treffer. Ehrlich gesagt war die Erleichterung groß, als der erlösende Abpfiff kam. Unter dem Strich bleibt zwar dennoch ein verdienter Sieg, aber uns darf nicht nochmal passieren, dass wir so ein Spiel wieder spannend machen.

 

2. FBL

USV TU Dresden gastiert zum Start in Dessau

Mit dem USV TU Dresden wartet am Samstag, den 19. September 2020 um 17:00 Uhr der erste Gegner in der 2. Floorball Bundesliga Ost auf die Black Wolves aus Dessau. Nachdem man am vergangenen Wochenende bereits früh aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden ist, folgt nun der Startschuss in der Liga. Wie in den letzten Jahren können erfreulicherweise auch in dieser Saison alle Heimspiele unserer Bundesliga Mannschaft in der Sporthalle Kochstedt ausgetragen werden.

Was wissen wir über den USV TU Dresden?

Trotz dessen, dass die Dresdner erst in neu in den Bundesliga Spielbetrieb aufgestiegen sind, sollte man nicht den Fehler machen, die Sachsen zu unterschätzen. Derzeit ist bei keinem Team, somit auch bei dem Aufsteiger aus der Regionalliga Ost, abschätzbar, welche Auswirkungen die lange Pause auf die Mannschaften hatte. Der erste Spieltag wird daher für alle Vereine eine erste Standortbestimmung sein.

Auch zur Spielweise und derzeitigen Form kann man daher wenig berichten. Dies wird erst nach den ersten Partien möglich sein. In den letzten Jahren sind die Dresdner aber in der Regel immer körperlich robust aufgetreten. Zudem ist das Durchschnittsalter der Sachsen deutlich höher als das in den Reihen der Dessauer. Die Black Wolves werden aufgrund dieser Tatsachen versuchen ihre Geschwindigkeit auszuspielen und so zum Erfolg zu kommen. Insbesondere gilt es aber auf Kai Richter aufzupassen. Mit 27 Toren und 11 Vorlagen in 11 Spielen ist er der torgefährlichste Dresdner der abgelaufenen Saison.

Positive Bilanz gegen die Sachsen

In der Vergangenheit kam es bislang zu zwei direkten Aufeinandertreffen beider Teams. Beide Duelle fanden in der Saison 2018/2019 in der Regionalliga statt. Nach einer engen Partie im Hinspiel (6:5) war auch das Rückspiel hart umkämpft. 15 Minuten vor dem Ende der Partie lagen unsere Wölfe noch mit 1:4 zurück, ehe eine Aufholjagd gestartet werden konnte. Zum Ende der regulären Spielzeit stand dann ein Remis auf der Anzeigetafel. In der Verlängerung hatten die Dessauer den besseren Endspurt und holten dank des eigenen fünften Treffers den Zusatzpunkt. Dieser Punkt war zum damaligen Zeitpunkt auch ein weiterer Schritt Richtung Playoffs-Teilnahme und endete letztlich im Aufstieg.

Hohe Ziele zum Saisonstart

Auch im dritten Aufeinandertreffen wollen die Floorballer des PSV 90 Dessau natürlich ihre perfekte Bilanz beibehalten und die drei Punkte in heimischer Halle behalten. Nebenbei möchte man die Trainingsinhalte der einzelnen Einheiten und die Erkenntnisse des Trainingslagers abrufen und umsetzen. Dazu zählt auch die schnelle Integration der Jugendspieler in die Abläufe und Systeme.

Sascha Marquardt wünscht sich drei Punkte zum Start:

Wir wollen gleich im ersten Saisonspiel zeigen, dass wir auch auf diese spezielle Saison vorbereitet sind. Gegen den USV TU Dresden haben wir bereits vor zwei Jahren gespielt. Dies waren immer sehr knappe Spiele, die am Ende aber immer erfolgreich für uns ausgegangen sind. Ein guter Start, wie in der abgelaufenen Saison kann sehr entscheidend sein für den weiteren Saisonverlauf.

Hinweis: Laut den derzeit vorliegenden Regularien der einzelnen Behörden müssen wir die Zuschauerkapazität auf 100 Personen beschränken. Bitte achtet an und in der Sporthalle auf die Euch bekannten und aktuell gängigen Hygieneregeln.