Kategorie: 2. FBL

2. FBL - 4 Spieltag

Black Wolves unterliegen Halle im Derby

Am Samstag, den 24. Oktober 2020 empfingen die Black Wolves den USV Halle Saalebiber zum Derby in der 2. Floorball Bundesliga Ost. Gegen die Hallenser kassierte man nach dem Debakel in Dresden die zweite Niederlage in Folge. Um das Saisonziel, die Playoffs-Teilnahme, weiter im Blick zu behalten, sollten jetzt alle Kräfte gebündelt werden.

Die Partie beginnt mit einem Fehlstart

Das Derby hätte für die Black Wolves gar nicht schlechter beginnen können. Bereits mit dem ersten Angriff der Saalebiber nach 13 Sekunden lag man mit 0:1 zurück und konnte auch in der Folge den starken Beginn der Hallenser nicht stoppen. So musste man bis zur 10. Minute drei weitere Gegentreffer hinnehmen, was sicherlich auch der kurzfristigen Reihenumstellung geschuldet war. Erst Mitte des ersten Drittels konnten die Dessauer durch Kapitän Justin Düben in einer Unterzahlsituation ihren ersten Treffer des Tages erzielen. Mit der Schlusssirene zur ersten Pause konnte Verteidiger und Spieler der Spiels Steven Pascal Kastner noch auf 2:4 verkürzen. Mit einer besseren Chancenverwertung hätten die Dessauer nach 20 Minuten sogar noch ein besseres Pausenergebnis erzielen können.

Ohne Tor im zweiten Drittel

Nach den beiden Anschlusstoren hofften alle Beteiligten auf einen Weckruf und eine Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt. Diese blieb aber zunächst aus, obwohl sich nun ein ausgeglicheneres Spiel ergab. Zwar konnten sich beide Teams Chancen erarbeiten, aber die Mehrzahl dieser lag auf Seiten des PSV 90 Dessau. Die scheiterten jedoch wiederholt am starken Torhüter der Saalebiber, der an diesem Abend den Unterschied ausmachte. Und wer Vorne die Tore nicht schießt, bekommt diese dann meistens selbst eingeschenkt. In den letzten fünf Minuten des mittleren Drittels kam dann das, was kommen musste. Halle erzielte drei Treffer in Folge und zog mit 2:7 weiter davon.

Schadensbegrenzung im Schlussabschnitt

Mit dem Wissen der sicheren Führung begannen die Saalebiber nach der letzten Pause noch kompakter und defensiver. Dennoch erspielten sich die Wölfe erneut einige Torabschlüsse, welche aber heute einfach nicht im Tor landen wollten. Und selbst nach dem Tor zum 3:7 durch den Magdeburger Quoc Anh Phan hatte man nicht das Gefühl, dass sich die Partie jetzt noch einmal wenden könnte. Nach einem weiteren Gegentreffer setzte Steven Pascal Kastner den sehenswerten Schlusspunkt zum 4:8, in dem man alle seine technischen Fähigkeiten begutachten konnte. Mit der zweiten Niederlage im dritten Spiel stehen die Black Wolves mit drei Punkten derzeit auf dem 5. Tabellenplatz in der 2. Floorball Bundesliga Ost. Ob man nach den beiden Niederlagen am nächsten Wochenende in Potsdam Wiedergutmachung betreiben kann, wird sich aufgrund der aktuellen Corona-Lage erst im Verlauf der Woche noch zeigen.

Kapitän und Mitglied des Spielerrates Justin Düben zur Niederlage im Derby:

So eine Niederlage ist sehr schade. Gerade wenn das Spiel lange Zeit auf Augenhöhe ist und man es in wenigen Minuten aus der Hand gibt. Unsere Schwächen haben wir bereits erkannt und werden diese Woche daran arbeiten, um es gegen FBBC Havel besser zu machenein optimales Spiel zeigen zu können.

2. FBL - 4 Spieltag

USV Halle Saalebiber zu Gast in Dessau

Am 24. Oktober 2020 steigt das nächste Heimspiel der Black Wolves in der 2. Floorball Bundesliga Ost. Nach der deutlichen 1:14 Niederlage gegen die Unihockey Igels Dresden wollen die Dessauer Floorballer vor den eigenen Fans Wiedergutmachung betreiben und dem USV Halle Saalebiber im Derby einen harten Kampf liefern.

Auf die Black Wolves wartet ein starker Gegner

Gerne erinnern wir uns an das letzte Aufeinandertreffen zwischen Dessau und Halle im Februar diesen Jahres zurück. Obwohl die Partie für die Black Wolves mit dem 0:2 Rückstand nicht optimal verlief, boten beide Teams ein spannendes und energiegeladenes Spiel. Erst spät schafften die Black Wolves zunächst den Anschluss und später auch den Ausgleich, wodurch es in der Folge in die Verlängerung ging. Dort nahm die Dramatik der Partie dann weiter zu.

Nach einer Verletzung, die sich Center Jeremy Beil im Spiel zugezogen hatte, kommt dieser zurück auf das Feld und setzt zu einem Sololauf gegen alle Hallenser an. Am Ende des Solos zieht Jeremy Beil noch am Torhüter vorbei und schiebt zum 3:2 Sieg in der Overtime ein. Dieser Sieg war damit auch die perfekte Revanche für die Niederlage im Hinspiel der letzten Saison. Somit konnte in der Bundesliga Historie bisher jedes Team ein Spiel gegen den jeweils Anderen für sich entscheiden.

Die Saalebiber, welche in die aktuelle Saison mit einem Heimsieg gegen den SCS Berlin gestartet sind, mussten in den beiden folgenden Ligaspielen Punkte liegen lassen. Gegen die TSG Füchse Quedlinburg setzte es eine Niederlage und gegen den USV TU Dresden konnten die Hallenser erst in der Verlängerung den Extrapunkt holen. Mit fünf Punkten aus drei Spielen steht der gewohnt zweikampfstarke und defensiv ausgerichtete USV Halle Saalebiber aktuell auf dem dritten Tabellenplatz. Dabei sollte man im Angriff dennoch nicht den stärksten Spieler der Saalebiber aus den Augen lassen. Mit Linus Böckel haben die Hallenser einen sehr gefährlichen und schnellen Abschlussspieler in ihren Reihen, der die Dessauer Verteidigung schon des Öfteren vor Probleme stellte.

Mit komplettem Kader zum Derbysieg

Die Black Wolves können am Samstag mit dem kompletten Kader agieren, da bis dato alle Spieler verletzungsfrei sind. Neben den Dessauern Spielern darf man auch mit dem Einsatz der zweitlizensierten Floorballer aus Magdeburg und Wernigerode rechnen. Zudem kann bei Bedarf neben Lenny Merten und Philipp Balzer auch erstmals auf Jonas Balzer als weiteren Nachwuchsspieler zurückgegriffen werden. Als Team und mit Unterstützung von den Rängen will der PSV 90 Dessau natürlich den nächsten Derbysieg einfahren und sich in der Tabelle an den Saalebibern vorbeischieben. Dabei will man unbedingt an die Leistung aus dem letzten Aufeinandertreffen anknüpfen und zusätzlich eine Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel in Dresden erreichen.

Kapitän und Mitglied des Spielerrates Justin Düben rechnet mit einem engen Spielausgang:

Wie auch schon im Rückspiel der letzten Saison gehe ich davon aus, dass es gegen Halle ein intensives und spannendes Spiel werden wird. Wir sind gewillt als Sieger aus dem Derby hervorzugehen und vollen Einsatz auf dem Feld zu zeigen.

Hinweis: Laut aktuellem Hygienekonzept kann derzeit maximal 100 Zuschauern der Eintritt in die Sporthalle Kochstedt gewährt werden. Davon werden 20 Plätze an die Gäste aus Halle abgegeben. Alle Zuschauer bitten wir hiermit vorab die derzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten und den Anweisungen der Ordner Folge zu leisten. Zudem gilt nach den neuesten Informationen auch auf der Tribüne und den Sitzplätzen Maskenpflicht. Verstöße werden mit einem Verweis aus der Sporthalle geahndet.

2. FBL - 3. Spieltag

Igels Dresden deklassieren Black Wolves

Am Tag der Deutschen Einheit trafen die Black Wolves im Auswärtsspiel auf die Unihockey Igels Dresden. Nachdem man am ersten Spieltag den Stadtrivalen USV TU Dresden bezwingen konnte, setzte es nach einem spielfreien Wochenende eine deutliche 1:14 Niederlage gegen die Igels Dresden in der 2. Floorball Bundesliga Ost.

Fehlstart im ersten Drittel

Bereits 40 Sekunden nach Anpfiff der Partie wurden die hohen Erwartungshaltungen der Black Wolves getrübt. Mit dem 0:1 Rückstand entwickelte sich in der Folge ein erstes Drittel, was die Dessauer so noch nicht erlebt hatten. Die Dresdner spielten sich phasenweise in einen Rausch und schossen den Black Wolves im ersten Spielabschnitt noch weitere sechs Gegentreffer ins Tor. Damit war die Auswärtsfahrt schon früh im Spiel vorentschieden.

Mehr Stabilität nach der ersten Pause

Obwohl auch das zweite Drittel an die Igels Dresden ging, konnte man hier nach und nach mehr Stabilität ins Spiel bringen. Nach dem zwischenzeitlichen 0:10, bei dem ein Tor im Rahmen einer Unterzahl gefallen ist, konnte die Wölfe ihren ersten und einzigen Treffer an diesem Abend erzielen. Nach Vorlage von Loris Gentzsch netzte Verteidiger Anton Unger zum 1:10 ein. Im Anschluss kassierte man durch Bruno Haltenorth, der neben Iven Teßmann Topscorer der Partie war, noch das 1:11 zum nächsten Pausenpfiff.

Erneut höchste Bundesliga-Niederlage

Im Schlussabschnitt trudelte das Spiel dann so vor sich hin. Die Dessauer hatten keine Chance mehr auf den Sieg und die Dresdner verteidigten ihre herausgespielte Führung souverän. Dennoch musste der Dessauer Torhüter wiederholt hinter sich ins Tor fassen. Weitere drei Gegentore besiegelten die deutliche 1:14 Niederlage in der Landeshauptstadt Sachsens. Das 1:14 bedeutet zugleich einen neuen Negativrekord für die Black Wolves. Nach dem 5:12 in der Vorsaison, ebenfalls gegen die Unihockey Igels Dresden, ist dies nun die höchste Bundesliga-Niederlage für die Floorballer des PSV 90 Dessau. Ob man das Ergebnis im Rückspiel in heimischer Halle korrigieren kann, wird sich zeigen.

Kapitän Justin Düben zieht aus der Niederlage folgende Schlüsse:

Wir haben wieder einmal gesehen, dass wir mit unseren jungen Mannschaft noch viel zu lernen haben. Jedoch müssen wir auch nach so einer hohen Niederlage positives aus dem Spiel ziehen. Denn an den erkannten Schwachstellen können wir nun arbeiten. In den nächsten drei Wochen müssen wir noch einmal ordentlich trainieren und uns auf das Derby gegen Halle vorbereiten.

2. FBL - 3. Spieltag

Auf Dresden folgt Dresden

Nach dem am Ende knappen Erfolg über den USV TU Dresden am ersten Spieltag folgt nach einem spielfreien Wochenende die Partie gegen das zweite Dresdner Team der 2. Floorball Bundesliga Ost. Am Tag der Deutschen Einheit treffen die Black Wolves in der sächsischen Landeshauptstadt auf die Unihockey Igels Dresden.

Revanche für höchste Niederlage in der Bundesliga

Bis dato gab es zwischen den Black Wolves und den Unihockey Igels Dresden nur ein direktes Aufeinandertreffen, welches den Dessauern in keiner guten Erinnerung geblieben ist. Im Dezember 2019 musste man im ersten Zweitligajahr gegen die Sachsen die bis zum heutigen Zeitpunkt höchste Niederlage in der 2. Bundesliga hinnehmen. Beim deutlichen und verdienten 5:12 waren die Dresdner die klar bessere Mannschaft und landeten am Ende damit auch knapp vor dem PSV 90 Dessau in der Abschlusstabelle. Das Rückspiel und zeitgleich letzte Ligaspiel der abgelaufenen Saison, welches für den 15. März 2020 angesetzt war, musste aufgrund der damals beginnenden Corona Pandemie abgesagt werde. Somit besteht erst an diesem Wochenende die Möglichkeit Revanche für Niederlage zu nehmen.

In dem schnellen, direkten und offensiven Spiel der Igels Dresden ragt besonders ein Mann heraus. Der Tscheche Daniel Hulič ist mit über 40 Jahren zwar nicht mehr im besten Floorballalter, aber dennoch der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Sachsen. Obwohl der Center über die Jahre an Schnelligkeit verloren hat, zeichnen ihn seine unglaubliche Ballsicherheit und sein sehr gutes Auge für die Mitspieler aus. Immer wieder setzt Hulič seine Stürmer gekonnt in Szene und sorgt somit für reichlich Scorerpunkte.

Aufgrund der Tatsache, dass das erste Punktspiel der Unihockey Igels Dresden wegen fehlender Schiedsrichter abgesagt wurde, lässt sich auch bei diesem Gegner noch keine aktuelle Form ableiten. Am vergangenen Wochenende, an dem die Black Wolves den Spieltag vor dem Rechner verfolgten, trafen die Igels im Stadtderby auf den letzten Gegner der Dessauer. Gegen den USV TU Dresden feierten die Stadtrivalen einen ungefährdeten 18:2 Erfolg.

Mit besserer Defense zum nächsten Sieg

Im Gegensatz zur Niederlage im Dezember 2019 ist das Ziel Black Wolves in der Defensive deutlich besser und kompakter zu stehen. Nicht noch einmal möchte man 12 Gegentore kassieren. Nachdem auch am ersten Spieltag die Verteidigung im letzten Drittel mehr und mehr vernachlässigt wurde, sind diese Dinge im Nachgang nochmal angesprochen wurden. So möchten die Dessauer insbesondere die Zuspiele auf und von Daniel Hulič im Keim ersticken und das eigene Tempospiel dem Gegner aufzwingen. Nach aktuellem Stand geschieht dies an diesem Wochenende ohne die mit der Zweitlizenz ausgestatteten Magdeburger Spieler. Hingegen kann man wohl erstmalig auf Steven Pascal Kastner, der sein Erstspielrecht bei den Red Devils Wernigerode besitzt, zurückgreifen. Seine Bundesligaerfahrung wird in dem Topspiel sicherlich hilfreich sein.

Justin Düben zum Spiel: „Mit den Igels aus Dresden erwartet uns ein sehr starker Gegner, die mit ihrem ersten Sieg gegen TU Dresden ein Ausrufezeichen gesetzt haben. Um an diesem Wochenende einen Sieg mit nach Dessau zu nehmen, müssen wir an die Leistung aus den ersten zwei Dritteln aus unserem ersten Spiel anknüpfen. Ich gehe davon aus, dass die Fans ein spannendes Spiel erwarten können, da wir wie immer alles geben werden um zu gewinnen.”

Hinweis: Laut Hygieneverordnung der Unihockey Igels Dresden besitzen wir als Gastteam ein maximales Zuschauervolumen von 15 Personen. Bis spätestens einen Tag vor dem Spiel muss gemeldet werden, ob wir dieses Kontingent voll ausnutzen werden. Der Eintritt beträgt 3 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder.

 

1. Spieltag 2. FBL

Blitzstart wird zur Zitterpartie

Am Samstag starteten die Herren mit dem ersten Ligaspiel in die 2. Floorball Bundesliga Ost. Beim Heimspiel vor 70 Zuschauern gastierte mit dem USV TU Dresden ein Aufsteiger aus Regionalliga in Dessau. Nach einem sensationellem Spielbeginn wurde der 11:9 Sieg am Ende nochmal zur Zitterpartie.

Vier Sekunden bis zur Führung

Der Einstand in die zweite Bundesliga Saison hätte nicht besser laufen können. Bereits vier Sekunden nach dem ersten Bully zappelte der erste Ball im Netz der Sachsen. Nach dem Bullygewinn von Jeremy Beil und Zuspiel von Justin Düben holte sich Luc Gentzsch den ersten Treffer in der gesamten 2. Floorball Bundesliga Ost. Wer nun dachte, dass sich nach der frühen Führung die Partie beruhigen würde, musste sich eines besseren belehren lassen. Denn nach weiteren 46 Sekunden schlug das Stürmer Duo erneut zu. So legte auch das 2:0 unser Kapitän Luc Gentzsch mustergültig auf. Ehe Luc Gentzsch bereits seinen dritten Treffer feiern konnte, erhöhte in der Zwischenzeit Verteidiger Paul Nebelung zum 3:0. Dem ersten Gegentreffer folgten die sehenswerten Tore von Justin Düben und Lukas Justin Kastner. Nach den ersten 20 Minuten stand es somit deutlich 6:1 für die Black Wolves.

Führung weiter ausgebaut

Im zweiten Spielabschnitt mussten die Dessauer früh den nächsten Gegentreffer hinnehmen. Eine Aufholjagd der Dresdner folgte zu diesem Zeitpunkt des Spiels aber noch nicht. Die Black Wolves nutzen jetzt wieder die ihnen geboten Räume und erzielten vier Treffer in Folge. Die Torschützen waren Kevin Ganz, Carlo Evan Gentzsch, erneut Kevin Ganz und Lukas Justin Kastner mit seinem zweiten Tor des Tages. Nach ziemlich genau 33 Minuten und dem zwischenzeitlichen 10:2 schien die Partie damit entschieden zu sein. Aber weit gefehlt. Mit dem nächsten Gegentreffer zum 10:3 ging es dann ins spannende letzte Drittel.

Einbruch im letzten Drittel

Mit Beginn des letzten Spielabschnitts mussten sich dann alle anwesenden Zuschauer die Augen reiben. Von den beiden ersten starken Dritteln war quasi nichts mehr zu sehen und Dresden spielte auf einmal groß auf. In sage und schreibe 4 Minuten und 21 Sekunden erzielten die Sachsen fünf Tore in Folge. In diesem Augenblick war auf einmal wieder richtig Feuer in der Partie. Zwar konnten sich die Dessauer nach den glücklosen Anfangsminuten wieder stabilisieren, aber fanden nicht mehr in den Rhythmus der ersten Drittel zurück. Knapp drei Minuten vor Ende der Partie konnte man dank eines Eigentores des USV wieder einen 3 Tore Abstand herstellen. Dieser war aber auch nicht von langer Dauer, da Dresden nochmals den Anschluss zum 11:9 schaffte. Das Tor zum 11:9 war dann aber die letzte nennenswerte Szene des Spiels und so retteten die Black Wolves den Sieg über die Zeit. Letztendlich bleiben die erhofften und wichtigen drei Punkte in Dessau. In einer noch nicht aussagekräftigen Tabelle rangieren die Black Wolves vorerst auf Platz 2 hinter dem USV Halle Saalebiber. Mit einem Tor und vier Vorlagen wird Kapitän Justin verdient Spieler des Spiels.

Teammanager Sascha Marquardt zieht folgendes Fazit:

Manchmal frage ich mich tatsächlich, ob wir auch ganz normale Spiele abliefern können. Wir haben einen perfekten Start erwischt und hatten das Spiel voll unter Kontrolle. Dresden hatte zwar einige gute Chancen, aber wir waren schon das bessere Team. Im letzten Drittel lief dann plötzlich nichts mehr. Wir haben nicht optimal verteidigt und bei Dresden war gefühlt jeder Schuss ein Treffer. Ehrlich gesagt war die Erleichterung groß, als der erlösende Abpfiff kam. Unter dem Strich bleibt zwar dennoch ein verdienter Sieg, aber uns darf nicht nochmal passieren, dass wir so ein Spiel wieder spannend machen.

 

2. FBL

USV TU Dresden gastiert zum Start in Dessau

Mit dem USV TU Dresden wartet am Samstag, den 19. September 2020 um 17:00 Uhr der erste Gegner in der 2. Floorball Bundesliga Ost auf die Black Wolves aus Dessau. Nachdem man am vergangenen Wochenende bereits früh aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden ist, folgt nun der Startschuss in der Liga. Wie in den letzten Jahren können erfreulicherweise auch in dieser Saison alle Heimspiele unserer Bundesliga Mannschaft in der Sporthalle Kochstedt ausgetragen werden.

Was wissen wir über den USV TU Dresden?

Trotz dessen, dass die Dresdner erst in neu in den Bundesliga Spielbetrieb aufgestiegen sind, sollte man nicht den Fehler machen, die Sachsen zu unterschätzen. Derzeit ist bei keinem Team, somit auch bei dem Aufsteiger aus der Regionalliga Ost, abschätzbar, welche Auswirkungen die lange Pause auf die Mannschaften hatte. Der erste Spieltag wird daher für alle Vereine eine erste Standortbestimmung sein.

Auch zur Spielweise und derzeitigen Form kann man daher wenig berichten. Dies wird erst nach den ersten Partien möglich sein. In den letzten Jahren sind die Dresdner aber in der Regel immer körperlich robust aufgetreten. Zudem ist das Durchschnittsalter der Sachsen deutlich höher als das in den Reihen der Dessauer. Die Black Wolves werden aufgrund dieser Tatsachen versuchen ihre Geschwindigkeit auszuspielen und so zum Erfolg zu kommen. Insbesondere gilt es aber auf Kai Richter aufzupassen. Mit 27 Toren und 11 Vorlagen in 11 Spielen ist er der torgefährlichste Dresdner der abgelaufenen Saison.

Positive Bilanz gegen die Sachsen

In der Vergangenheit kam es bislang zu zwei direkten Aufeinandertreffen beider Teams. Beide Duelle fanden in der Saison 2018/2019 in der Regionalliga statt. Nach einer engen Partie im Hinspiel (6:5) war auch das Rückspiel hart umkämpft. 15 Minuten vor dem Ende der Partie lagen unsere Wölfe noch mit 1:4 zurück, ehe eine Aufholjagd gestartet werden konnte. Zum Ende der regulären Spielzeit stand dann ein Remis auf der Anzeigetafel. In der Verlängerung hatten die Dessauer den besseren Endspurt und holten dank des eigenen fünften Treffers den Zusatzpunkt. Dieser Punkt war zum damaligen Zeitpunkt auch ein weiterer Schritt Richtung Playoffs-Teilnahme und endete letztlich im Aufstieg.

Hohe Ziele zum Saisonstart

Auch im dritten Aufeinandertreffen wollen die Floorballer des PSV 90 Dessau natürlich ihre perfekte Bilanz beibehalten und die drei Punkte in heimischer Halle behalten. Nebenbei möchte man die Trainingsinhalte der einzelnen Einheiten und die Erkenntnisse des Trainingslagers abrufen und umsetzen. Dazu zählt auch die schnelle Integration der Jugendspieler in die Abläufe und Systeme.

Sascha Marquardt wünscht sich drei Punkte zum Start:

Wir wollen gleich im ersten Saisonspiel zeigen, dass wir auch auf diese spezielle Saison vorbereitet sind. Gegen den USV TU Dresden haben wir bereits vor zwei Jahren gespielt. Dies waren immer sehr knappe Spiele, die am Ende aber immer erfolgreich für uns ausgegangen sind. Ein guter Start, wie in der abgelaufenen Saison kann sehr entscheidend sein für den weiteren Saisonverlauf.

Hinweis: Laut den derzeit vorliegenden Regularien der einzelnen Behörden müssen wir die Zuschauerkapazität auf 100 Personen beschränken. Bitte achtet an und in der Sporthalle auf die Euch bekannten und aktuell gängigen Hygieneregeln.

2. FBL

Bewährungsprobe im zweiten Bundesligajahr

Die erste Saison der Black Wolves in der in der 2. Floorball Bundesliga endete leider anders, als man sich dies zu Beginn der Saison vorgestellt hatte. Auch wenn die Ergebnisse damit gar nichts zu tun hatten. Der Corona bedingte Abbruch vor dem letzten Spieltag, der für die Dessauer ergebnistechnisch zwar keine Auswirkungen mehr gehabt hätte, hinterlässt dennoch eine unvollständige Saison. Mit dem 4. Tabellenplatz verpasste man zwar knapp das nach oben korrigierte Saisonziel, spielte aber dennoch eine hervorragende erste Bundesligasaison. Ob man die guten Leistungen auch im zweiten Jahr bestätigen kann, wird sich ab dem 19. September 2020 zeigen.

Alles neu in Liga 2?

Nach dem bereits erwähnten Saisonabbruch waren aber viele Fragen zur abgelaufenen Runde noch nicht geklärt. Insbesondere die Auf- und Abstiegsregelung in dieser besonderen Zeit sollten bei den Verantwortlichen und Beteiligten noch zu reichlichen Diskussionen führen. Am Ende einigte man sich auf eine Aufstockung der 1. Liga, die im ersten Schritt für die 2. Ligen wohl eher nachteilig ist. Fehlende Absteiger in und freiwillige Aufsteiger aus den Regionalligen führen zu einem bunten Bild unterhalb der Oberklasse. Die zusätzliche Dreiteilung der 2. Liga ergibt zudem kleine Staffeln, weniger Ligaspiele und eine komplizierte Playoffs-Regelung. Somit bleibt zu hoffen, dass die dreigleisige 2. Liga nur übergangsweise praktiziert wird und der Wunsch einer eingleisigen 2. Bundesliga zeitnah umgesetzt werden kann.

Die Black Wolves starten damit nun in der 2. Floorball Bundesliga Ost. Neben den Unihockey Igels Dresden, dem USV Halle Saalebiber und dem SCS Berlin, die bereits letztes Jahr Gegner der Dessauer waren, reihen sich jetzt auch die TSG Füchse Quedlinburg, der USV TU Dresden und der FBC Havel in die Liga ein. Hier wird gespannt zu beobachten sein, ob und wie schnell diese Teams den Sprung in die höhere Klasse schaffen.

In der Staffel Ost spielen somit sieben Mannschaften um den Einzug in die Playoffs und gegen die Teilnahme an der Relegation mit den aufstiegswilligen Regionalligavereinen. Laut Regelung ziehen die besten zwei Teams der Staffel Ost und die besten zwei Drittplatzierten aller drei Staffeln in die Playoffs ein. Hingegen muss nur der Siebte in der Ost-Staffel in eine mögliche Relegation, insofern überhaupt zwei Mannschaften aus der Regionalliga aufsteigen wollen.

Update beim Personal

Um sich in der Tabelle analog zur letzten Saison wieder eher nach oben als nach unten orientieren zu müssen, gibt auch es auch einige Veränderungen im Kader. Aus Wernigerode konnte Lukas Kastner gewonnen werden. Der Stürmer mit der Rechtsauslage, der bereits Erfahrungen in der 1. Bundesliga machte, wird das Spiel der Black Wolves sicherlich bereichern. Sein Cousin Steven Kastner behält dagegen noch sein Erstspielrecht bei den Red Devils und wird mit einer Zweitlizenz bei den Floorballern des PSV 90 Dessau ausgestattet. Der Verteidiger und U19 Nationalspieler wird somit in einigen Partien eine gern gesehene Unterstützung sein. Bei den Magdeburgern, die ebenfalls in Dessau ein Zweitspielrecht besitzen, wird Stürmer Christian Hoffmann den Verteidiger Benjamin Parske ersetzen. Aufgrund des Positionstausches wird es somit innerhalb der Reihe einige Rotationen geben.

Leider erreichte uns auch die Nachricht, dass Malte Hörnlein eine Pause vom Floorballsport benötigt. Wir hoffen, dass die Lust schnell zurückkehrt und er auf dem Feld noch einige Schlachten mit uns schlagen wird. Ergänzt wird der Kader von einer Reihe an Jugendspielern, die parallel bei uns noch in der U17 agieren. Namentlich sind dies Philipp Balzer, Jonas Balzer, Florian Hannes, Lenny Merten und Karl Zoberbier. Die Nachwuchsspieler, die bereits erfolgreich am Training teilnehmen, sollen sich schnell eingewöhnen und viel Erfahrung sammeln. Vielleicht winken dann schon in diesem Jahr Einsatzzeiten auf dem Feld.

Saisonziel klar definiert

In einer wohl außergewöhnlichen Saison, die es mit Sicherheit werden wird, werden wir alle zusammen von Woche zu Wochen schauen müssen. Abzuwarten wird sein, wie sich der Spielbetrieb bei positiven Corona Fällen verändern wird und in welcher Form man vor Publikum spielen darf. Daher bleibt zu hoffen, dass größere Kapriolen vermieden werden können und die Saison 2020/2021 gegenüber dem letzten Jahr ordnungsgemäß beendet werden kann.

Nichtsdestotrotz verfolgen die Sportler des PSV 90 Dessau auch diesem Jahr wieder ein ganz bestimmtes Ziel. Nachdem man in der abgelaufenen Saison die Playoffs Teilnahme denkbar knapp verfehlte, soll es nun in diesem Jahr soweit sein. Mit vereinten Kräften, tollen Spielen und hoffentlich viel Unterstützung von den Rängen wollen die Black im Frühjahr 2021 unbedingt die Playoffs-Plätze erreichen.

Sascha Marquardt, Mitglied des Spielrates, zu den Ambitionen in der 2. Floorball Bundesliga Ost:

Wir sind in der letzten Saison mit unserer Bescheidenheit ganz gut gefahren. Vom Kader her sind wir bestimmt nicht die stärkste Mannschaft der Liga, da es einige Teams gibt, die viele Spieler mit Erstliganiveau haben. Dennoch wissen wir, dass auch unser Kader sehr gut ist und wir so jeden Gegner schlagen können. Wichtig für uns ist ein guter Start in die neue Saison. Unser erstes Heimspiel wollen wir unbedingt gewinnen.

Saisonrückblick 2. FBL 2019/2020

2. Floorball Bundesliga – Saisonrückblick 2019/2020

Nachdem man sich in der Vorsaison in den Aufstiegsspielen gegen Sportvg Feuerbach und SC Potsdam verdient durchsetzen konnte, startete am 21.09.2019 pünktlich um 17:00 Uhr das Abenteuer 2. Floorball Bundesliga für die Herren der Black Wolves. Aufgrund der im März stetig größer werdenden COVID-19-Pandemie musste die Saison dann bereits vorzeitig vor dem letzten Punktspiel abgebrochen werden.

Das Abenteuer beginnt

Doch vor dem Startschuss in die erste Zweitliga-Saison der Floorball-Abteilung des PSV 90 Dessau, stand für die Kaderspieler ein intensives und hartes Vorbereitungsprogramm an. Insbesondere im Zeitraum der Ferien, in der keine Hallennutzung für Floorball möglich war, wurde individuell an Ernährung, Kondition und Kraft gearbeitet. Im Resultat ergaben sich physische Werte, die bis dato bei den Dessauern noch nie erreicht wurden. Dem vor Beginn der Saison ausgegebenen Ziel „Klassenerhalt“ wurde somit bereits vor dem ersten Bully alles untergeordnet.

Die erstmalige Teilnahme am RENEW Cup, einem stark besetzten Vorbereitungsturnier in Kaarst, zeigte trotz eines letzten Platzes, aber guten sportlichen Leistungen die weiteren Ambitionen in der Bauhausstadt. Auch die wiederholt zähen Verhandlungen mit dem Sportamt hinsichtlich zufriedenstellender Hallenzeiten, die Kalkulation der bevorstehenden Kosten und die Einarbeitung der Neuerungen im Zweitligabetrieb beschäftigten den Spielerrat bestehend aus Sascha Marquardt, Jeremy Beil, Linus Ilgner und Kapitän Justin Düben.

Zudem konnte man zum ersten Saisonspiel gegen Donau-Floorball Ingolstadt/Nordheim auch einige Verstärkungen vorstellen. Zum einen wechselte der Verteidiger Paul Nebelung vom UHC Elster zu den Black Wolves und zum anderen erhielten die Magdeburger Regionalligaspieler Benjamin Erhardt, Quoc Anh Phan, Benjamin Parske und Tim Reichert und Stürmer Niklas Grünewald von der TSG Erlensee 1874 ein Zweitspielrecht in Dessau. Aus dem gewohnt starken Nachwuchs schaffte in dieser Periode kein Junior den Sprung in den Herren Kader, wobei dies in den nächsten Jahren nachgeholt werden soll. Im Laufe des Jahres nahmen daher die ersten Talente bereits zusätzlich am Training der Herrenmannschaft teil.

Mit dem körperlich robusten bayerischen Vertreter der 2. Floorball Bundesliga Süd/Ost konnten die Black Wolves gleich einen starken Gegner als Gast in der heimischen Sporthalle Kochstedt begrüßen. Die Ingolstädter belegten in der Saison 2018/2019 den 4. Platz und haben eine deutlich erfahrenere Mannschaft beisammen. Nach einem frühen Rückstand und vielen Zeitstrafen, zwischenzeitlich spielte man 3 gegen 3, drehte man das Spiel bereits noch im ersten Drittel und gab die Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Das Debüt in der 2. Liga, bei dem Anton Unger als erster Spieler des Tages mit einem Dessauer Sonnenkopf ausgezeichnet wurde, war mit einem deutlichen 11:4 Heimerfolg mehr als geglückt.

Hinrunde verlangt Wölfen alles ab

Im Anschluss folgten jeweilige Siege beim Auswärtsspiel in Rennsteig und beim Heimspiel gegen den Mitaufsteiger Feuerbach. Das 15:3 gegen die Stuttgarter war dabei der höchste Heimspielerfolg in der 2. Liga für die noch immer sehr junge Dessauer Mannschaft. Am vierten Spieltag folgte die erste Niederlage der laufenden Saison. Gegen die Saalebiber aus Halle war an diesem Tag einfach kein Kraut gewachsen. Die mit mehr Erfahrung und einem guten Matchplan ausgestatteten Hallenser fügten den Black Wolves einen verdienten Rückschlag nach einem bis dato perfekten Saisonstart zu.

Nach einem knappen Erfolg in Berlin standen die schweren Spiele in heimischer Halle gegen die Topfavoriten Leipzig und Dresden an. In der Partie gegen Leipzig wollte man gegenüber den vorangegangenen Ligaspielen organisierter auftreten. Dies gelang in Teilen ganz gut und reichte fast zu einem Punktgewinn, der auf jeden Fall im Rahmen der Möglichkeiten gewesen wäre. Mit der Unzufriedenheit aus der knappen Heimniederlage wollte man gegen Dresden wieder den gewohnten Black Wolves Vollgas-Floorball zeigen. Die Dresdner zeigten sich davon unbeeindruckt und fügten dem PSV 90 Dessau zum Abschluss der Hinrunde eine deutliche 5:12 Niederlage zu. Mit einem unerwarteten 4. Tabellenplatz nach Abschluss der Halbserie konnte man dennoch zufrieden sein.

Reicht die Siegesserie für mehr?

Die Rückrunde begann mit dem Doppelwochenende und einer langen Reise. Organisatorisch gelang es die Auswärtsspiele in Ingolstadt und Stuttgart zu verbinden, so dass die am weitesten entfernten Spielorte an einem Wochenende abgefahren wurden. In Stuttgart kamen unter anderem zum ersten Mal die vom floorballshop.com neu designten weißen Auswärtstrikots zum Einsatz. Mit zwei Siegen im Gepäck konnte die Heimreise genossen werden, da der Abstieg in die Regionalliga Ost theoretisch kaum mehr möglich war. Demzufolge musste nun auch das Saisonziel nach oben korrigiert werden. Da man sich in den Top 4 festgesetzt hatte, sollte nun die Playoffs-Teilnahme erreicht werden.

Bundesliga-Rückblick 2019/2020

Die neuen Ambitionen der Dessauer Floorballer festigten sich auch durch den anschließenden Heimerfolg nach dem Jahreswechsel gegen Rennsteig, bei dem zum ersten Mal ein Hallensprecher unseren Fans einheizte. Nach drei Siegen in Serie folgte das Sachsen-Anhalt-Derby gegen die USV Halle Saalebiber vor heimischem Publikum. In einem echten Krimi setzten sich die Black Wolves nach Verlängerung mit 3:2 durch. Zum ersten Mal konnte man ein Team bezwingen, das vor den Dessauern in der Tabelle stand. Hinzu kommt, dass die Verlängerung noch die prägendste Geschichte der Saison zu bieten hat, wie Sascha Marquardt berichtet:

Wir lagen bis zum letzten Drittel 0:2 zurück, haben aber den Rückstand noch in ein 2:2 umwandeln können. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit verletzte sich unser Spieler Jeremy Beil und musste das Spielfeld verlassen. Erst als bereits schon fünf Minuten in der Overtime absolviert waren, kam Jeremy zurück zur Bank. Auch wenn er noch nicht wieder richtig stehen konnte, fragte er mich, ob er denn wieder aufs Feld dürfe. Ich antwortete ihm, dass er gerne zurück darf, aber doch lieber vorher noch seine Schuhe anziehen soll. Nach einem kurzen Lächeln und einigen Sekunden war Jeremy wieder einsatzbereit. Mit dem ersten Ballkontakt leitete er einen Konter ein, welchen er auch noch selbst zum Siegtor abschloss. Den Moment, als der Ball die Linie überquerte und unser Publikum lautstark jubelte, werde ich so schnell nicht vergessen.

Als im nächsten Heimspiel auch der SCS Berlin in die Schranken gewiesen wurde, hatte man 2 Spiele vor Ende der Saison rechnerisch immer noch die Möglichkeit in die Playoffs einzuziehen und somit das hochgesteckte und neue gesetzte Saisonziel zu erreichen. Mit den top besetzten sächsischen Teams aus Leipzig und Dresden hatten die Black Wolves aber zwei schwere Aufgaben in der Ferne zu lösen. Dass in Leipzig bereits die letzte Partie des Ligabetriebes ausgetragen werden würde, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand erahnen.

Korrigiertes Saisonziel knapp verfehlt

Im Rückspiel gegen den DHfK Leipzig wollten die Akteure der Black Wolves Revanche für das knappe und unglückliche Hinspiel nehmen. Trotz Führung, eines deutlich besseren Spiels und Heimspielatmosphäre in der Sporthalle am Rabet gaben die Dessauer die Partie mit unnötigen Zeitstrafen aus der Hand. In Folge dessen lag man fünf Minuten vor dem Ende mit zwei Toren zurück. Mit zwei späten Toren gelang zwar ein unerwartetes Comeback, das zum zwischenzeitlichen Remis führte. Dieses hätte aber vermutlich nicht ausgereicht, um die Chance auf die Playoffs-Teilnahme aufrecht zu erhalten. Dessau tat, was getan werden musste. Ohne Torwart agierte man die letzten Züge des Spiels mit einem zusätzlichen Feldspieler. Der Plan schien zunächst auch aufzugehen, aber die erspielte Großchance konnte nicht verwertet werden. Nach einem unglücklichen Ballverlust nahm das Drama dann seinen Lauf. In buchstäblich letzter Sekunde kassiert der PSV 90 Dessau analog zum Hinspiel den ganz späten Gegentreffer. Auch wenn im Anschluss allesamt mit hängenden Köpfen das Spielfeld verließen, kann die ganze Mannschaft auf eine mutige Leistung zurückblicken.

Mit der Niederlage in Leipzig endete die Serie von fünf Siegen in Folge und auch die Teilnahme an den Playoffs war nun nicht mehr möglich. Dennoch wollte man gegen Dresden nochmal alles geben, um das Hinspielergebnis vergessen zu machen. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt beginnenden Pandemie und behördlicher Auflagen konnte es hierzu nicht mehr kommen. Der später bekannt gegebene Saisonabbruch in allen Floorballligen führte dazu, dass die Black Wolves am Ende auf dem 4. Tabellenplatz landeten. Die nur vier Punkte Rückstand auf den Tabellenersten und elf Punkte Vorsprung auf den direkten Verfolger SCS Berlin zeigen, was die Black Wolves für eine klasse Saison gespielt haben.

2. FBL Süd/Ost – 2019/20

Pos.MannschaftGPWTieLOTWSOWGFGADiffPTS
11311020099504933
213100300134577730
3139021184572730
41380410104723226
513408019191013
6133081169100-3112
7133010007294-229
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Dennoch möchten wir auf diesem Wege dem SC DHfK zur Meisterschaft gratulieren und wünschen viel Erfolg in der 1. Floorball Bundesliga. Rückblickend richtet Kapitän Justin Düben folgende Worte an seine Mannschaftskameraden und alle Black Wolves Fans:

Gerade da die 2. Liga für fast alle Spieler unbekannt war, können wir ein positives Fazit daraus ziehen. Es hat sich jeder individuell nach vorne entwickelt und vor allem als Team sind wir deutlich stärker geworden. Auch in dieser Saison hat man wieder sehen können, dass unsere Leidenschaft und unser Willen zu gewinnen, das ist, was uns antreibt und warum wir mit einem so jungen Kader so erfolgreich sind. Aus diesem Grund haben alle das Ziel, dass wir uns nächste Saison weiter steigern, um dann an der Spitze zu stehen.

Wiederholung der letzten Pokalsaison

Neben dem Ligabetrieb traten die Black Wolves auch im Pokalwettbewerb an. Analog zum vergangenen Jahr bekam man in der ersten Runde ein Freilos zugesprochen. In der nächsten Runde folgte ein Heimspiel gegen die Red Devils Wernigerode. Auf den Bundesligisten traf man ebenfalls in der zweiten Runde des letzten Pokaljahres. Mit neun Heimspielen in den vergangenen fünf Spielzeiten bleibt auch das Losglück weiterhin auf Dessauer Seite. Gegen die Wernigeröder lieferten die Wölfe einen großen Kampf und führten sogar bis sechs Minuten vor Ende der Partie. Das mit ausländischen Spielern gespickte Team aus dem Harz hatte letztlich aber die besseren Argumente in Schlussphase und gewann knapp mit 7:9. Der Abstecher im Pokal war somit nur von kurzer Dauer.

Was bringt die neue Saison?

In Ausblick auf die neue Saison 2020/2021 können wir leider noch nicht viel berichten. Ob man wie geplant wie im September starten kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Aufgrund der Tatsache, dass Floorball Deutschland die erste Liga von zehn auf zwölf Teams aufgestockt hat, wird dies auch Auswirkungen auf die zweite Liga haben. Mit Sicherheit werden einige Regionalligateams aufrücken. Auch über eine neue Staffeleinteilung, die Anzahl der Teams je Staffel und die Auf- und Abstiegsregelungen ist noch nicht final entschieden. Bis Ende des Monats müssen wir uns hier noch die Entscheidungen abwarten. Unser junger Kader wird sich im Vergleich zur Vorsaison nicht stark verändern, so dass wir auch in der kommenden Saison zeigen wollen, dass jeder Gegner schlagbar ist. Insbesondere in den von den Gästen gefürchteten Heimspielen, auf welche wir auch in der nächsten Saison auf unseren neu aufgehängten Bannern hinweisen werden.

Wir sagen Danke

Abschließend möchten wir denen danken, die uns das ganze Jahr begleiten und unterstützen. Dies wären zum einen die Helfer im Spielsekretariat, die jede noch so knifflige Situation am Zeitnehmertisch lösen und zum anderen die Johanniter, die unsere Wölfe an Spieltagen immer wieder schnell auf die Füße bringen. Nicht unerwähnt sollen auch die Schiedsrichter bleiben, welche stets versuchen jede Partie fair zu leiten. Ein großer Dank gilt auch den Frauen der Versorgung, die besonders in den Pausen immer rege beschäftigt werden.

Des Weiteren freuen wir uns sehr darüber, dass die Kinder und Jugendlichen des Bandendienstes immer zahlreich erschienen sind und uns damit ein schnelles Weiterspielen ermöglichen. Zudem schätzen wir den Einsatz unserer Sponsoren wert, die uns in allen Lagen finanziell und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Zuletzt gilt unser Dank natürlich den besten Fans der Welt. Eure lautstarke Unterstützung hilft uns auf dem Feld ungemein. Zusammen werden wir auf diese Art und Weise noch viele Erfolge feiern.

Wir. Gemeinsam. BLACK WOLVES.