floorballshop

Black Wolves geben sichere Punkte aus der Hand

Beim Jahresauftakt verlieren die Black Wolves vor heimischen Fans gegen die TSG Füchse Quedlinburg in einem Krimi mit 7:8. Der direkte Konkurrent der Wölfe nimmt mit dem Sieg den zweiten Tabellenplatz der Dessauer ein, welcher am Saisonende für die Teilnahme an den Playoffs berechtigen würde.

Nervöser Start auf beiden Seiten

Nach der langen Spielpause, die für Quedlinburg aufgrund des vorzeitigen Pokal-Aus am Ende noch länger ausfiel als für den PSV 90 Dessau, merkte man beiden Teams zu Beginn die fehlende Spielpraxis an. Hinzu kam, dass auf beiden Seiten einige Leistungsträger fehlten. So dauerte es knappe 17 Minuten bis zum ersten Tor des Tages in der mit 113 Zuschauern gefüllten Sporthalle Kochstedt. Mit einem Sonntagsschuss in den Winkel, welcher zugleich die erste wirkliche Torchance der Gäste war, ging das Team aus dem Harz in Führung. Im direkten Gegenangriff konnten die Black Wolves die Partie zwar wieder ausgleichen, doch kurz vor der ersten Pausensirene fiel mit dem zweiten Torschuss der TSG das 1:2.

Dreierpack zur Führung

Noch während der ersten Spielminute des zweiten Drittels bekamen die Füchse eine Zeitstrafe aufgrund einer Spielverzögerung zugesprochen. Diese nutzten die Wölfe gnadenlos aus und stellten die Partie nach dem zweiten Treffer von Benjamin Ehrhardt wieder auf Remis. Im weiteren Verlauf wurden die Black Wolves immer dominanter. Zudem erspielte man sich Torchance um Torchance und so fiel auch die längst überfällige erste Führung in der 24. Minute durch Kapitän Justin Düben. Knappe zwei Minuten später erhöhte Lenny Merten mit seinem sechsten Saisontreffer zum zwischenzeitlichen 4:2. Es schien, als hätten die Dessauer das Spiel nun vollends unter Kontrolle. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre Vorentscheidung schon jetzt möglich gewesen.

Am Ende kackt der Fuchs

Gleich zu Beginn der letzten 20 Minuten konnte der Vorsprung sogar noch ausgebaut werden. Auf das Tor von Black Wolves Angreifer Quoc Anh Phan folgte aber der direkte Anschluss zum 5:3. Die Partie war nun wieder völlig offen und eigentlich wusste niemand genau warum. Doch spätestens nach dem 6:3 durch Jeremy Beil sahen alle Anwesenden den Sieg vor Augen. Für die Füchse aus Quedlinburg war die Partie aber noch längst nicht entschieden. Sie kämpften sich zurück ins Spiel und schossen drei Tore in Folge, eines davon sogar in Unterzahl. Aber erneut übernahm nun unsere Nummer 10 Verantwortung und brachte die Black Wolves wieder in Front.

Die Quedlinburger setzten nun alles auf eine Karte und nahmen den Torhüter heraus, um auf dem Feld eine Überzahl erzeugen zu können. Das taktische Mittel zahlte sich schnell aus. Folglich ging es mit einem 7:7 in die letzten drei Minuten. Die Anspannung auf dem Feld und auf der Tribüne war nun kaum noch zu übersehen. Die besseren Nerven und auch das Momentum lagen jetzt aber auf Seiten der Füchse. Nur 15 Sekunden nach dem Ausgleich fiel der letzte Treffer des Tages zum 7:8 und die bereits sicher geglaubten Punkten blieben am Ende nicht in der Halle.

Verteidiger Jonas Balzer zieht nach dem Krimi folgendes Fazit:

Ich denke, das Spiel heute war wieder einmal gute Werbung für unsere Sportart. Es war ein schnelles, aufregendes und spannendes Spiel, mit vielen Toren und Großchancen, welche wir hätten machen müssen. Und somit das Spiel früher entscheiden hätten können. Die Unterstützung der Fans war wieder großartig und hat sich auch auf die Bank übertragen. Was wir aus dem Spiel mitnehmen können, ist, dass man immer bis zum Ende konzentriert sein muss.

Other Articles

2. FBL
U17Deutsche Meisterschaften

Leave a Reply