floorballshop

Herren Regionalliga-Teams zwischen Jubel und Enttäuschung

(von Christian Gietzel)

Größer könnte der Unterschied zwischen den Teams der Black Wolves in Regionalligen der SBK Ost kaum sein. Während man auf dem Kleinfeld den Einzug in die Playoffs perfekt gemacht hat und damit weiterhin um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft kämpft, muss man auf dem Großfeld in die Relegation und gegen einen Vertreter aus der Verbandsliga um den sportlichen Klassenerhalt kämpfen. 

Kleinfeld-Mannschaft souverän in den Playoffs

Am Sonntag stand für die Kleinfeldmannschaft der Black Wolves der letzte reguläre Spieltag in Erfurt an. Nach zwei Arbeitssiegen gegen den USV Halle Saalebiber und die Südharzrüpel Großörner hat man zum Abschluss einer starken Serie nochmal sechs Punkte geholt. Nach dem 5:12-Erfolg gegen Halle brauchten die Wölfe gegen Großörner in der zweiten Hälfte ein tolles Comeback. Mit einer stabileren Defensive und einer kollektiven Teamleistung schafften die Dessauer jedoch die Wende und gewannen nach einem Rückstand von 2:6 noch mit 10:8.

In insgesamt 18 Spielen holten die Black Wolves 41 Punkte und landeten damit nur knapp hinter Fox Erfurt und dem MFBC Leipzig auf dem 3. Tabellenplatz. Mit 227 geschossenen Toren stellt man die beste Offensive aller Ligavertreter und bringt mit Loris und Luc Gentzsch sowie Paul Rauer gleich drei Spieler in die Top10 der Scorerwertung. 

Der nächste Schritt für das ambitionierte Team sind die Playoffs am 10. Mai 2026. Dort trifft man im Halbfinale auf den MFBC Leipzig. Nur bei einem Sieg lebt der Traum von der Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft, die Kapitän Paul Rauer als Ziel ausgegeben hat,  weiter.

Niederlage gegen Floor Fighters Chemnitz II ohne Bedeutung

Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den MFBC Leipzig/Grimma hätten die Black Wolves mit ein wenig Schützenhilfe aus Weißenfels vor dem letzten Spieltag immer noch die Möglichkeit, auf den 6. Tabellenplatz zu springen und damit die Relegation zu vermeiden. Entsprechend groß war die Motivation für die Partie gegen die Floor Fighters Chemnitz II, die am Freitag abrupt ihr Ende fand. Die 2. Mannschaft des UHC Sparkasse Weißenfels sagt das Spiel gegen die Unihockey Igels Dresden II ab und nimmt damit die dritte Forfait-Wertung der Saison in Kauf. Die Dessauer liegen nun mit vier Punkten uneinholbar hinter den Igels, die eine Entscheidung um den Relegationsplatz sicherlich auch lieber sportlich ausgetragen hätten.

Für die Black Wolves bleibt am Samstagnachmittag in der Sporthalle Kochstedt somit nur eine Partie ohne wirklichen Wert. Dennoch wollte man gegen die favorisierten Chemnitzer eine ansprechende Leistung zeigen und den regulären Saisonabschluss in Hinblick auf die Relegation ordentlich beenden. Dies gelang den Wölfen um Kapitän Andreas Günther über weite Strecken richtig gut, aber die individuelle und spieltaktische Stärke der Floor Fighters blitzte immer wieder auf. Obwohl man nach zwei Dritteln nur mit 3:7 zurück lag, eine deutliche Steigerung gegenüber den letzten direkten Duellen, erhöhten die Chemnitzer im Schlussabschnitt nochmal die Schlagzahl und setzten sich am Ende verdient mit 4:13 durch. Letztendlich bleibt die Wertung des Parallelspiels am grünen Tisch damit ohne direkte Auswirkung auf die Tabellenkonstellation, wirft aber dennoch kein gutes Licht auf das Vorgehen des deutschen Rekordmeisters.

Die Black Wolves beenden die reguläre Regionalliga-Saison mit insgesamt drei Siegen und elf Niederlagen auf dem 7. Platz. In der Relegation, die im Mai im Modus Best-of-Three ausgetragen wird, trifft man entweder auf den USV Halle Saalebiber II oder die Black Lions Landsberg. Das Saisonziel Klassenerhalt ist mit einem kleinen Umweg somit aber immer noch möglich. Die beiden Topscorer des Teams bilden die Nachwuchsspieler Joris Kläring und Jan Günther mit jeweils 14 Punkten. Neben den weiteren engagierten Juniorenspielern im Kader empfehlen sich die beiden Angreifer nachhaltig für höhere Aufgaben.

Im Namen der gesamten Mannschaft gilt bereits jetzt schon ein großer Dank allen Unterstützern im Hintergrund, den Helfern bei den Heimspielen, sowie den Fans, die uns sogar zu Auswärtsspielen begleiten und immer kräftig anfeuern. Neben uns, seid folglich auch ihr in der Relegation nochmal kräftig gefordert.

Other Articles

Leave a Reply